SAGA – 100 Jahre Wohnen in Hamburg – Aus Anlass ihrer 100-jährigen Firmengeschichte hat das größte Wohnungsunternehmen der Bundesrepublik Deutschland »SAGA« ihre Geschichte aufgearbeitet. Am 29. Dezember 1922 wurde im damaligen selbständigen preußischen Altona die »Gemeinnützige Siedlungs-Aktiengesellschaft Altona« - kurz SAGA - gegründet. Am 25. Januar 1923 wurde die Gesellschaft ins Handelsregister von Altona eingetragen.
THOMAS KAUFMANN: DIE DRUCKMACHER – Wie die Generation Luther die erste Medienrevolution entfesselte Mit Johannes Gutenbergs Erfindung begann die erste Medienrevolution. Autor Thomas Kaufmann schreibt: »Im Kern bestand Gutenbergs Idee darin, Texte von ihren kleinsten Bestandteilen – den sechsundzwanzig Buchstaben des lateinischen Alphabets – her zu verstehen und daraus ihre serielle Reproduktion zu entwickeln.« Das war seine geniale Idee.
Franziska Leuthäußer: Franz Dahlem – Am liebsten würde ich Marilyn Monroe sein – Eine autobiografische Erzählung Die autobiografische Erzählung über und mit durch Franz Dahlem begann am 24. September 2016 im Hotel Pfaubräu in Trostberg im oberbayerischen Landkreis Traunstein mit einem Tonbandgerät. Der selbsternannte Kunstexperte Franz Dahlem ist sehr mitteilsam, es entstand eine lesenswerte und außergewöhnliche Biografie über Franz Dahlem.
ARTUR BECKER: LINKS – ENDE UND ANFANG EINER UTOPIE In seinem Essay »LINKS« hinterfragt Artur Becker den Begriff. Im Vorwort stellt er fest: »Ein Buch mit dem so einfach anmutenden Titel Links zu schreiben, hat selbst nicht wenig von einem utopischen Vorhaben. Der Begriff ›links‹ gehört schließlich nicht nur zu den am stärksten umkämpften, sondern vor allem zu den unschärfsten Begriffen unserer Gegenwart.
KSENIYA MELNIK: SCHNEE IM MAI – ERZÄHLUNGEN Es sind neun Erzählungen von „Liebe auf Italienisch oder Schlange stehen für Bananen“ bis „Unser Nachbar von oben“ in denen die Autorin vom Leben in der Sowjetunion erzählt. Da ist Tanja, die sich 1975 in Moskau zwischen einer Romanze und ihren Familienpflichten entscheiden muss. Wegen Schlange stehen nach Bananen versäumt sie ihr Rendezvous, bringt dafür ihrer Familie etwas Exotisches mit.
EBERHARD SEIDEL: DÖNER – Eine türkisch-deutsche Kulturgeschichte Eine Chronologie rechtsradikaler Gewalt auf die türkische Gastronomie im Osten verzeichnet die Kulturgeschichte des Döners. Auch das Attentat 2019 auf die Synagoge in Halle. Der rechtsextreme Attentäter scheiterte mit seinem Vorhaben, fand sein Opfer in einem Dönerimbiss. Mit „Döner-Morde“ wurden von der Polizei und den Medien neun rassistische Morde an Türken von Rostock bis München bezeichnet.
Daniel Siemens: Hinter der Weltbühne – Hermann Budzislawski und das 20. Jahrhundert – Das Buch erzählt die Lebenswege und die vielfältigen Netzwerke des ungewöhnlichen Journalisten und Publizisten Hermann Budzislawski. Mit seiner Geschichte ist zugleich auch die Geschichte der deutschen Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft »Die Weltbühne« verbunden. Das politische Magazin erschien am 7. September 1905 als „Die Schaubühne“ als reine Theaterzeitschrift.
ULRIKE GUÉROT: WER SCHWEIGT, STMMT ZU – ÜBER DEN ZUSTAND UNSERER ZEIT UND ARÜBER, WIE WIR LEBEN WOLLEN – In ihrem Buch schreibt die Autorin: »Corona bin ich vielfach begegnet. Mein Sohn und seine Freundin hatten es, ebenso viele Freunde und Bekannte. Insgesamt kenne ich rund 50 Personen, die Corona hatten. Zwei weitere Freundinnen hatten zehn Tage eine sehr schlimme Zeit mit Atemnot und beträchtlichem Gewichtsverlust.
Artur Solomonov: Wie wir Josef Stalin beerdigten – Ein Theaterstück über die Kunst, sich zu verbiegen und über Unsterblichkeit – Ob das Theaterstück über Josef Stalin von Artur Solomonov jemals in Russland aufgeführt wird, darf bezweifelt werden. Auch in diesem Stück vereinigt der Autor Sozialkritik und eine genaue Analyse der russischen Gesellschaft. Das Stück spielt in der Gegenwart. In einem Theater in Moskau wird ein neues Stück über Stalin geprobt.
IWAN BUNIN: NACHTS AUF DEM MEER – ERZÄHHLUNGEN 1920–1924 – Der russische Schriftsteller Iwan Alexejewitsch Bunin wurde am 22. Oktober 1870 in Woronesch geboren, verstarb am 8. November 1953 in Paris im Exil. Als Lyriker und Übersetzer führte er die russische Literatur des 19. Jahrhunderts fort. Bereits erscheinen seine Gedichte in der Petersburger Zeitung „Rodina“. Zwei Jahre später ist er in Charkow unteranderem als Bibliothekar Redakteur der Zeitschrift „Orlowski Westnik“.
Sasha Filipenko: Die Jagd – Roman – In seinem Roman erzählt Sasha Filipenko die Geschichte des idealistischen Journalisten Anton Quint und einem Oligarchen der den Befehl gibt, den Journalisten fertigzumachen. In der Einleitung schreibt er: »Mama und Alexander chillen auf dem Hubschrauber-landeplatz der Yacht. Der kleine Tolja kämpft gegen Computermonster. Drei Liegen durchkreuzen das gelbe H. Mama trägt einen Hut, dessen Krempe Saturn alle Ehre gemacht hätte.«
Szczepan TWARDOCH: DEMUT – Roman – Der Autor Szczepan Lech Twardoch ist ein polnischer Schriftsteller, wurde am 23. Dezember 1979 in Zernica geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Pilchowice im Westen der heutigen Woiwodschaft Schlesien geboren. Nach seinem Abitur studierte er an der Universität von Katowice Soziologie und Philosophie. Mit dem Roman »Morfina« wurde Szczepan Twardoch als Schriftsteller bei den Lesern bekannt, wurde mit dem Literaturpreis „Paszport Polityki“ ausgezeichnet.
Bucerius Kunst Forum: MINIMAL ART – KÖRPER IM RAUM – Ist weniger mehr. Frage: Gilt das auch für die Kunst? Das probiert die neue Ausstellung des Bucerius Kunst Forums mit »MINIMAL ART – KÖRPER IM RAUM« gerade aus. Es sind 17 Objekte, somit in der übersichtlichen Ausstellung zu sehen. Und dies nicht einmal für die Arbeiten der heute als Minimal Artist bekannten Künstler, sondern für Marcel Duchamps Ready-mades, Ad Reinhards Farbfeldmalerei oder Robert Rauschenbergs Combines.
Rainer Stamm / Gloria Köpnick: KARL ERNST UND GERTRUD OSTHAUS - Die Gründer des FOLKWANG-MUSEUMS und ihre Welt – Das FOLKWANG-MUSEUM in Essen hat eine lange Tradition und gehört zu den wichtigsten Musen für moderne Kunst in der Bundesrepublik Deutschland. Der 24-jährige Bankierssohn Karl Ernst Osthaus erbte von seinen Großeltern viel Geld, hatte 1898 die Idee eines eigenen Kunstmuseums in der westfälischen Industriestadt Hagen.
Andreas Bernard: Wir gingen raus und spielten Fußball – Der Band »Wir gingen raus und spielten Fußball« ist ein Buch über eine Kindheit in München in den siebziger und achtziger Jahren. Auch ich kenne das, nur wesentlich früher, das war Ende der 40er Jahre. Da gab es überall in der Stadt Plätze, wo wir spielten konnten. Von den Trümmerflächen holten wir uns die Steine, die das Tor markierten. Heute im 21. Jahrhundert ist ein Fußball wie es Andreas Bernhard schreibt nicht mehr möglich.
VLADIMIR VERTLIB: ZEBRA IM KRIEG – Roman nach einer wahren Begebenheit – Ein Zebra kennen wir aus einem Zoobesuch – ein merkwürdiges Tier in schwarz/weiß und dann gestreift. Und ein Zebra befindet sich plötzlich in einer Stadt mit einem Bürgerkrieg. Unbeeindruckt von explodierenden Granaten streift es mit Allerseelenruhe umher. Für dem Autor Vladimir Vertlieb ist das Zebra die Metapher, um die er seinen Roman einbettet.
VOLKER REINHARDT: VOLTAIRE – EINE BIOGRAPHIE – Die Abenteuer der Freiheit – Voltaire hieß eigentlich François-Marie Arouet wurde am 21. November 1694 in Paris geboren, wo er am 30. Mai 1778 auch starb. Voltaire ist einer der meistgelesenen und einflussreichsten Autoren der Aufklärung. In Frankreich nennt man das 18. Jahrhundert auch das „le siècle de Voltaire“ – das Jahrhundert Voltaires. Er schrieb in erster Linie seine Lyrik und Dramen für das französische Bildungsbürgertum.
Michael von Graffenried – OUR TOWN – Grafferieds Arbeiten werden in der Schweiz, Frankreich, Algerien, und Beirut gezeigt, sind in zahlreichen Sammlungen vertreten. Gewinner des World Press Photo von 1989, wurde 2006 als Chevalier des Arts et Lettres in die französische Ehrenlegion aufgenommen. von Graffenried ist nach René Burri und Robert Frank 2010 der dritte Schweizer, der mit den Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet wurde.
Alexander Unzicker: EINSTEINS ALBTRAUM – Amerikas Aufstieg und der Niedergang der Physik – Die zugrunde liegende Kultur des Denkens stammt aus Europa, nicht zufällig der Kontinent, der die Welt über diese Jahrhunderte hinweg militärisch und politisch beherrschte. Anfang des 20. Jahrhunderts, spätestens aber mit Ende des Zweiten Weltkriegs, stieg Amerika zur führenden Macht auf, und ebenfalls nicht zufällig wurde es zum Zentrum der modernen Naturwissenschaften.«
Bernt Engelmann: WIE WIR DIE NAZIZEIT ERLEBTEN – In seinen Vorbemerkungen schreibt Bernt Engelmann: „Dieser Schilderung des Lebens in Deutschland während der Nazi-Herrschaft, deren erster Band, Im Gleichschritt marsch!, die Jahre 1932 bis 1939 beschreibt, liegen – neben meinen eigenen Erinnerungen – die Berichte von vielen Personen zugrunde. Ihre Aussagen sind größtenteils wörtlich, anhang von Tonbandaufzeichnungen, in den Text aufgenommen worden.
Francisco de Goya: Träume und Alpträume – Briefe – Der Band »Francisco de Goya – Träume und Albträume – Briefe« vermittelt und gibt Einblick ins Leben des Malers. Seine Briefe sind zum Teil mit Aufträgen verbundene Schreiben an die regierenden Monarchen wie Angehörige des spanischen Hochadels, geben einen Hintergrund zu seiner Kunst. Als Künstler ebnete Francisco de Goya den Weg für eine realistische Malerei und das vor allem mit scharfsichtigem Blick auf die Herrschenden.
Georgia O´Keeffe / John Loengard: Paintings & Photographs – Die Malerin Georgia Totto O´Keeffe wurde am 15. November 1887 in Sun Prairie, Dane County, Wisconsin geboren, starb am 6. März 1986 in Santa Fe. Sie zählt zu den bekanntesten amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Motive sind an der Grenze zur gegenstandlosen Malerei angesiedelt und interpretieren die Welt mit weiblicher Begrifflichkeit, sind häufig Werke mit Blumen, Flammen, später auch Stadtansichten.
Marta Haberland: THERESES TÖCHTER – Die Augustinerbräu-Gründerdynastie Wagner – So wird die 150 Jahre Familiengeschichte der Gründungsdynastie der Wagner eingeleitet. Auf 568 Seiten wird die Geschichte mit historischen Fotos der Familie und der Brauerei dem Leser aufbereitet. Eine lesenswerte Familienstory, in der mehr von den taffen Frauen als den Männern berichtet wird. Der Roman erzählt die Geschichte der Augustiner-Brauerei, aus über 150 Jahren bayerischer und Münchener Geschichte.
Stefan Romey: Widerstand in Wandsbek 1933-1945 – Die in dem Band vorgestellten Biografien, die Bewegründe der Widerstandskämpferinnen und -kämpfer für ihr Eintreten gegen Nazis und Rassismus könnten dabei helfen, eigene Positionen wie Grundsätze zu finden, auch wenn die Rahmenbedingungen zu damals und heute unterschiedlich sind. Das Buch kann dazu auf alle Fälle anregen sich für die Demokratie einzusetzen. Der Band ist gerade heute empfehlenswert.
Werner Tübke »Wer bin ich?« – Briefe an einen Freund Werner Tübke war Maler und Grafiker der DDR und gehörte mit Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Professoren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, welche die sogenannte Leipziger Schule gründeten. Über die Grenzen der DDR hinaus wurde Tübke durch sein gigantisches Rundgemälde von 14 Metern Höhe und 120 Meter Umfang „Die frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ bekannt.
Federico Fellini: Von der Zeichnung zum Film – Der italienische Filmregisseur Federico Fellini, geboren am 20.Januar 1920, gestorben am 31. Oktober 1993 in Rom, war einer der wichtigsten Autorenfilmer des 20. Jahrhunderts. Als Filmemacher gelang es ihm im zuerst italienischen Realismus zur Bekanntheit, entwickelte ab den 50er Jahren einen persönlichen Stil. Das Folkwang Museum in Essen widmet Federico Fellini bis zum 20. Februar 2022 eine Ausstellung.
Friedrich Kiessling/Christoph Safferling: STAATSSCHUTZ IM KALTEN KRIEG; Die Bundesanwaltschaft zwischen NS-Vergangenheit, Spiegel-Affäre und RAF Erstmalig untersuchen die Autoren besonders die Jahre 1950 bis 1974 der Bundesanwaltschaft, so ist der Band eine faktenreiche historische Studie. Die Autoren stellen fest, dass noch zu Beginn der Großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD im Jahr 1966 zehn von elf Bundesstaatsanwälten ehemalige NSDAP-Mitglieder waren.
Andreas Puff-Trojan: Vampire! - Schattengewächse der Aufklärung - Über uns aufgeklärte Menschen im Angesicht der Un-Toten Der Autor Andreas Puff-Trojan versucht mit Hilfe der Philosophie von Ludwig Wittgenstein und Martin Heidegger, wo sich beide nicht mit Vampiren beschäftigten, dem scheinbar trivialen Phänomen eine gewisse Tiefe zu schaffen. Nach Heidegger ist Tod und Vampir „existenziell eine phantastische Zumutung“.
Wassili Grossman: STALINGRAD – Nach dem Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, das als »Unternehmen Barbarossa« beginnt, meldet sich Grossman trotz seiner Freistellung als Soldat freiwillig zur Front. Er wird Kriegsreporter für die Zeitung der Roten Armee der »Krasnaja Swesdka« Roter Stern, berichtet in seinen Reportagen um die Schlacht von Moskau und Stalingrad, die Rückeroberung von Weißrussland bis zur Schlacht um Berlin.
Detlef Siegfried: Bogensee – Weltrevolution in der DDR 1961-1989 In seinem Band »Bogensee« erzählt Detlef Siegfried die Geschichte der Jugendhochschule »Wilhelm Pieck« der Freien Deutschen Jugend (FDJ) aus Quellen von der Akademie der Künste bis zum Bundesarchiv. Von 1961 bis 1989 wurden an der Jugendhochschule junge Revolutionäre aus aller Welt in Marxismus ausgebildet. In diesen Jahren war der Bogensee die »Linke Alternative« gegen den Kapitalismus.
Brendan Simms / Charlie Laderman: FÜNF TAGE IM DEZEMBER – Von Pearl Harbour bis zur Kriegserklärung Hitlers an die USA – Wie sich 1941 das Schicksal der Welt entschied – Die Autoren stellen die Frage: Was hat Hitler zu diesem Schritt bewogen? Hatte er nicht erkannt, dass der Eintritt der mächtigsten Wirtschaftsnation in die Reihe seiner Kriegsgegner das Ende seines faschistischen Regimes beenden würde? Ihre Antwort ist schlüssig.
Uta von Arnim: Das Institut in Riga – Geschichte eines NS-Arztes und seiner »Forschung«Die Autorin Uta von Armin - praktizierende Ärztin - zeichnet scharfkantig das Bild eines baltischen NS-Arztes und seiner Familie nach. Der Arzt war der Großvater der Autorin Herbert Bernsdorff. Er leitete im vom Deutschen Reich besetzten Lettland in Riga das Gesundheitswesen. Der Band zeigt, welche Rolle der Großvater als Arzt als »Beauftragter des Reichsführers« in den drei baltischen Staaten spielte.
RICHARD J. EVANS: Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien – Wer sie in die Welt gesetzt hat und wem sie nutzen – Im Vorwort schreibt Evans: »Die Vorstellung, dass nichts in der Geschichte zufällig geschieht, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, dass alles was vor sich geht, das Ergebnis geheimer Machenschaften böswilliger Gruppen ist, die hinter den Kulissen die Geschehnisse manipulieren. Diese Vorstellung ist so alt wie die Geschichte selbst.
Sittes WeltWilli Sitte Die Retrospektive – Im Kunstmuseum Moritzburg in Halle/Saale findet zum ersten Mal seit 1986 wieder eine umfassende Werkschau mit Arbeiten von Willi Sitte statt, dazu ist ein opulenter Katalog von 536 Seiten erschienen. Der 3,5 Kilogramm schwere Band lässt aus Willi Sittes Leben nichts aus. Die mehrjährigen Recherchen für die Ausstellung „Sittes Welt“ haben auch Eingang in den gleichnamigen Katalog gefunden, der ein Spiegelbild der Ausstellung in Halle ist.
MARTIN PUCHNER: Die Sprache der Vagabunden – Eine Geschichte des Rotwelsch und das Geheimnis meiner Familie – Das Rotwelsche ist ein Sammelbegriff für sondersprachliche Soziolekte gesellschaftlicher Randgruppen auf der Basis des Deutschen. Seit dem Mittelalter waren es besonders Bettlern, den Vaganten, Vertretern der unehrlichen Berufe. Um 1510 erschien das gedruckte »Liber vagatorum« als früheste Quelle für das Rotwelsche und wurde in über 30 Ausgaben nachgedruckt.
Erich Keller: DAS KONTAMINIERTE MUSEUM – Das Kunsthaus Zürich und die Sammlung Bührle – Der Autor Erich Keller, geboren 1968, ist promovierter Historiker und Journalist. Zwei Jahre war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsprojekts »Historische Kontextualisierung der Sammlung Bührle« an der Universität Zürich. Er wehrte sich im Jahr 2020 erfolgreich gegen beschönigende Eingriffe der Bührle-Stiftung und Stadt Zürich in die wissenschaftlichen Forschungsarbeiten.
Gisela Steinhauer: Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm! – Von Menschen mit Mut zum Neuanfang – In dem Band sind 28 Geschichten aus dem erlebten versammelt. In der Geschichte »Ein Original mit vielen Fälschungen« geht es um den Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi in der Sendung Sonntagsfragen das Gisela Steinhauer gemeinsam mit dem Co-Moderator Uwe Schultz führte.
Lesenswerte Geschichten aus dem Leben einer Reporterin.
Lorenz Jäger: HEIDEGGER – EIN DEUTSCHES LEBEN – Lorenz Jäger hat eine umfangreiche Biographie zu Martin Heidegger vorgelegt. Der Philosoph wurde am 26. September 1889 in Meßkirch geboren, starb am 26. Mai 1976 in Freiburg/Breisgau. Heidegger steht in der Tradition der Lebensphilosophie insbesondere von Wilhelm Diltheys. Heideggers wichtiges Ziel war die Kritik der abendländischen Philosophie und die denkerische Grundlegung für ein neues Weltverständnis.
ERIC HATTKE / MICHAEL KRASKE (HG.): DEMOKRATIE BRAUCHT RÜCKGRAT – Wie wir unsere offene Gesellschaft verteidigenDie Demokratie gerät weltweit unter Druck. Misstrauen, demokratie-feindliches Gedankengut, dazu Verschwörungsideologien verbreiten sich heute rasend schnell übers Internet. Auch Hass und politische Gewalt nehmen zu. Eine besondere Rolle spielen dabei die sozialen Netzwerke von Facebook bis Intergram, die ungefiltert alle die sogenannten „news“ verbreiten.
ALFONS CERVERA: DIE FARBEN DER ANGST – Seinen Roman »DIE FARBEN DER ANGST« hat er in dem fiktiven Dorf Los Yesares im Hinterland von Valencia angesiedelt, das vieles an das 556-Seelen-Dorf Gestalgar erinnert, wo Alfons Cervera geboren wurde. Eingebunden werden in den Roman die noch nicht verschütteten Erinnerungen an die Jahre des Bürgerkriegs. Auch vermittelt Alfons Cervera dem Leser, dass jene „Angst von damals“ bis heute noch wirkt.
FRIDOLIN SCHLEY: DIE VERTEIDIGUNG – ROMAN – In seinem Roman »DIE VERTEIDIGUNG« geht es um die Frage: „Was hast Du im Dritten Reich getan“? Diese Frage stellt der spätere Bundespräsident Richard von Weizäcker, Mitglied der CDU, von 1984 bis 1994 sechster Bundespräsident der BRD, indirekt seinem Vater Ernst von Weizäcker. Dessen Laufbahn beginnt als Marineoffizier, wird Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und Mitglied der SS.
Marmaduke Pickthall: DIE TAUBE AUF DER MOSCHEE – UNTERWEGS IM ORIENT – Von einer Unbefangenheit sind die Geschichten die Marmaduke Pickthalls von der ersten Orientreise unter dem Titel: Die Taube - Auf der Moschee vorgestellt. Es ist kein klassisches Reisebuch, somit auch kein Baedeker der Orte oder Landschaften im Orient anpreist. Mit einer ihm angeborenen Neugier sucht er im Orient das Neue für einem Menschen, der in der englischen Tradition großgeworden ist.
HERFRIED MÜNKLER: MARX - WAGNER - NIETZSCHE – WELT IM UMBRUCHNun hat Herfried Münkler eine stoffreiche Monografie über drei unterschiedliche Deutsche des 19. Jahrhunderts veröffentlicht: Karl Marx, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche. Der eine analysiert den Kapitalismus, der zweite ist Erfinder eines kunstreligiösen Gesamtkunstwerks, der dritte ist Künder von einer Vorstellung von individueller Freiheit.
Alwin Meyer: Mama, ich höre dich – Mütter, Kinder und Geburten in Auschwitz – Über die deutschen Verbrechen im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ist sehr viel geschrieben worden. Fast unbekannt blieb über Jahrzehnte die Geschichte der Kinder, die in Auschwitz geboren wurden. Ihre Geschichte hat mit viel Takt, Mitgefühl und großer Geduld und Beharrlichkeit Alwin Meyer über Jahre recherchiert. Es ist ein faktenreiches Buch das nicht nur Zahlen und Fakten liefert.