Ulrich Teusch: DER KRIEG VOR DEM KRIEG – Wie Propaganda über Leben und Tod entscheidet – Der Autor ist Professor für Politikwissenschaften und Publizist. In seiner neuen Veröffentlichung geht es um die Grenzen zwischen Krieg und Frieden und um kriegsvorbereitende Propaganda. Es sind Medien, die Kriege herbeireden und schreiben. Sie werden weiterhin wichtige Nachrichten unterdrücken, Informationen einseitig gewichten oder sich für handfeste Propaganda hergeben.
DANIEL SIEMENS: STURMABTEILUNG – Die Geschichte der SA – Der Autor Daniel Siemens, 1975 in Bielefeld geboren, deutscher Historiker, lehrt Europäische Geschichte an der Newcastle University im Nordosten Englands. Den Ruf nach Newcastle nahm Siemens nach seiner Habilitation 2017 an der Universität Bielefeld im Oktober des Jahres an. Nach seiner Arbeit «Horst Wessel: Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten», 2009 veröffentlicht, legt er mit dem Titel «Sturmabteilung» nach.
Ian Kershaw: ACHTERBAHN - Europa 1950 bis heute – Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt
Im Vorwort schreibt Kershaw: «Die Dinge können sich rasch ändern. Dies gilt auch für die Geschichtsschreibung. Eric Hobsbawm (Marxist) blickte in den frühen 1990er Jahren bedrückt auf die langfristigen Krisen, von denen Europa wahrscheinlich erschüttert werden würde. Die meisten Analytiker sahen die jüngste Geschichte Europas jedoch positiver.
Frank Biess: REPUBLIK DER ANGST – EINE ANDERE GESCHICHTE DER BUNDESREPUBLIK – Der autobiographische Ursprung dieses Buches liegt im Versuch, diese Gefühlslage eines 17-Jährigen im späten Kalten Krieg zu verstehen. Warum nahm Angst in der politischen Sozialisation junger Leute in den 1980er Jahren solch einen Stellenwert ein? Diese eher autobiographische Frage überschnitt sich mit einem wissenschaftlichen Interesse an der neu aufkommenden Geschichte der Emotionen
Ernst Piper: Rosa Luxemburg – Ein Leben – Mit dieser Arbeit legt der Historiker Piper eine Biografie über die Vorkämpferin der europäischen Arbeiterbewegung vor. Die erste Lebensbeschreibung über Herkunft, Familie, Privatleben mit einem intensiven Blick auf Rosa Luxemburgs politisches Wirken in ihrer Zeit. Eine Beschreibung ihres Lebensweges, zugleich eine Analyse ihres wissenschaftlichen Werkes und ihrer politischen Schriften, die der Autor seinen Leser liefert.
Gesine Bahr u. Halina Kirschner: Das ist das Bauhaus! – 50 Fragen – 50 Antworten – Auf die Frage: «Inwiefern hat das Bauhaus es geschafft die Gesellschaft zu verändern?» antwortet Gesine Bahr: «Schwer zu sagen. Zuerst einmal muss dafür die Frage beantwortet werden, ob Gestaltung überhaupt Gesellschaft verändern kann? Und Gesellschaft sich nicht sowieso immer von alleine verändert - Gestaltung hin oder her?
Jan-Christoph Hauschild: DAS PHANTOM – Die FÜNF LEBEN DES B. TRAVEN – Kaum ein Schriftsteller hat die Literaturwissenschaft und die Boulevardpresse im vergangenen Jahrhundert so intensiv beschäftigt wie B. Traven. Zeit seines Lebens verweigerte der Bestsellerautor, er starb am 26. März 1969 in Mexiko-Stadt, Auskünfte über seine Herkunft. Travens Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt, erreichten eine geschätzte Gesamtauflage von 30 Millionen.
THOMAS KARLAUF: Stauffenberg – Porträt eines Attentäters – Der nationalkonservative Widerstand gegen den Nationalsozialismus diente über Jahrzehnte als Beispiel für den bürgerlichen Widerstand als der von Kommunisten und Sozialdemokraten. Nun räumt T. Karlauf mit der Heroisierung des Hitler Attentäters Stauffenberg auf. Der Autor schreibt: «Stauffenberg war froh, als mit der Machtübernahme Hitlers das Ende der Republik gekommen war.»
Yves Buchheim: Buchheim – Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters - Unter der Mitarbeit von Franz Kotteder – Bekannt wurde Buchheim auch durch seine bedeutende Sammlung von Werken des deutschen Expressionismus, hier vor allem von der Künstlergruppe «Die Brücke». Seine Sammlung bot er dem Lehmbruck-Museum in Duisburg an. Das Vorhaben scheiterte an Meinungsverschiedenheiten 1980 mit der Stadt Duisburg
David Armitage: BÜRGERKRIEG – Vom Wesen innerstaatlicher Konflikte - Der Historiker David Armitage schreibt über Bürgerkriege, hat dabei stets die Gegenwart im Blick, so auch in der Einleitung: «Meiner Geschichte der Diskussionen über Bürgerkriege der letzten 2000 Jahre ist absichtlich eher symptomatisch als systematisch gestaltet. Sie soll keine vollständige historische Darstellung und noch nicht einmal eine vollständige Geistesgeschichte der Bürgerkriege aller Zeiten und Orte sein.
Svante Domizlaff / Michael Zapf: Elbchaussee – Menschen und Häuser an Hamburgs großer Straße - Ein opulenter Bild-Text-Band von 406 Seiten der Autoren Svante Domizlaff und Michael Zapf, über zwei Kilogramm schwer präsentieren sie den Leser. Der Band löst das 1937 veröffentlichte Standardwerk des Altonaer Chronisten Paul Theodor Hoffmann «Die Elbchaussee. Ihre Landsitze, Menschen und Schicksale.» ab.
Berlinische Galerie: Freiheit – Kunst der Novembergruppe 1918 – Die Novembergruppe war eine Künstlervereinigung, die sich am 3. Dezember 1918 in Berlin mit 170 Mitgliedern gründete. Den Namen gab der Gruppe die Novemberrevolution, die das Land veränderte, die Monarchie für immer beendete. Die Mitglieder bezeichneten sich als «radikal» und «revolutionär». Zahlreich kamen die Mitglieder aus dem Redaktionsumfeld von Waldens Zeitschrift «Sturm», die sich der Novembergruppe anschlossen.
Sighard Gille ruhelos: Werkverzeichnis – Aus Anlass seiner Ausstellung im «Museum der bildenden Künste in Leipzig» erschient gemeinsam mit dem Verlag E. A. Seemann ein prächtiger Kunstband über die Ausstellung. Im Vorwort schreibt der Direktor des Museums «Gille war in den 1980er Jahren schon ein gestandener Maler im östlichen Teil Deutschlands - und sein Werk ist alles andere als zeitgeistig bei dem steten Bekenntnis, Bilder seiner Zeit zu formulieren.»
HODLER - PARALLELISMUS – Im Vorwort des Katalogs heißt es: «Das Kunstmuseum Bern und die Musees d'art et d'histoire Genf - gelegen in den Städten, die Anfang und Ende dieses Künstlerlebens markieren - haben aus diesem Anlass beschlossen, ihre Sammlungen zusammenzuführen und mit gemeinsamen Kräften eine Ausstellung zu realisieren. Unterstützung erhielten wir dabei von schweizerischen und internationalen Institutionen.
Birgit Poppe: Kandinsky und seine Zeit – Der von Birgit Poppe vorgelegte Band «Kandinsky und seine Zeit» ist ein Text-Bild-Band zu seinem 150. Geburtstag, der am 16. Dezember 1866 in Moskau geboren wurde. Der Künstler des Expressionismus war ein Wegbereiter der abstrakten Kunst. Die Autorin studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Bochum und Bonn. Zu ihren Schwerpunkten ihrer Arbeit gehören die Malerei und Grafik des 19..und 20..Jahrhunderts.
Udo Di Fabio: Die Weimarer Verfassung – Aufbruch und Scheitern – 13 Jahre materielle Geltungsdauer: Das ist für eine Verfassung keine imposante Zeitspanne. Aber das mindert nicht ihre Bedeutung, gerade für eine historische Analyse, die das Regelungssystem der Verfassung und ihre normative Struktur im Kontext politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen sieht. Diese Verfassung war Ergebnis eines dramatischen Umbruchs.
Tom Kindt: BRECHT UND DIE FOLGEN – Anlässlich 90 Jahre Dreigroschenoper eine ganz andere Einführung in ein weltbewegendes Werk. In der Arbeit stellt Kindt Berthold Brechts Gedichte, Theaterstücke und Prosastücke dem Heute des 20. Jahrhunderts entgegen. So stellt der Autor die Arbeiten von Brecht in ihrer Entwicklung vor, zeigt Widersprüche und stellt Fragen. Auch wie seine Texte auf die Gesellschaft wirkten - damals und heute.
Christopher Clark: VON ZEIT UND MACHT – Herrschaft und Geschichtsbild vom Großen Kurfürsten bis zu den Nationalsozialisten – In seinem neuen Buch «Von Zeit und Macht» geht es um Macht und Herrschaft. Der Autor fragt dabei nach der Herrschaft und dem Geschichtsbild in vier Jahrhunderten. Er versucht eine Antwort zu finden, worauf begründet sich Macht, wie die Herrschaft. Ein Buch das anregt, die Vergangenheit noch einmal zu überdenken.
Florian Reichenberger: Der gedachte Krieg - Vom Wandel der Kriegsbilder der Bundeswehr Der Band «Der gedachte Krieg» ist keine Apokalypse eines Krieges, auch keine Friedensliteratur; es ist ein Band zur Weiterbildung des Offizierskorps. Im Anhang vom Autor Quellen- und Literaturangaben, darunter drei Filme: «Das letzte Testament», «The Atomic Café» und «The Day After». Aber Fehlanzeige für den Manöverfilm «Großer Rösselsprung» aus dem Jahr 1969.
Gabriela Amdaesteanu: Verlorener Morgen - Roman – Der Roman «Verlorener Morgen» behandelt die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Rumänien, erzählt aus der Geschichte des Landes und spiegelt die Erlebnisse von Menschen aus allen Klassen wieder. Die Hauptstadt Bukarest ist der Kosmos des Landes, wo alle Bürger leben wollen. Im Jahr 1983 war es mit dem Kommunismus in Rumänien noch nicht vorbei.
Peter Voigt: FILMARBEIT - Skizzen, Kritiken, Essays, Interviews – Im Allgemeinen besteht die Schwierigkeit des Filmdokumentaristen, von seiner Beobachtung zur Verallgemeinerung zu kommen, um das in den schöpferischen Prozess seiner Subjektivität einzubringen. Noch immer nimmt man den Dokumentarfilm als wichtige Information zur Kenntnis. Voigts Filme überraschen durch eine handwerkliche Sicherheit, große Sorgfalt und der konsequenten Vermittlung der Gedanken.
Lotta Suter: Amerikanerin werden – Tagebuch einer Annäherung – Was die Journalistin Lotta Suter in ihrer Wahlheimat Vermont im Osten der USA am meisten liebt, sind die Weite und der persönliche Bewegungsspielraum. Dabei kann die heutige Freiheit am nächsten Tag ganz anders sein. Nun hat sich Lotta Suter nach zwanzig Jahren Bedenkzeit endlich entschlossen: Sie will Staatsbürgerin der U.S.A. werden. Wie kann man in einem Land Bürger werden, das immer noch Rassen trennt?
Martin Walser: Spätdienst – Seit 1953 ist Walser regemäßig Gast der «Gruppe 47», setzt sich 1960 mit Kollegen für die Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler ein. Martin Walsers neues Werk heißt «Spätdienst» - ist eine Sammlung von Aphorismen und Bonmots des hochbetagten Schriftstellers. Seine Texte sind bissig und sehr provokant, geben auch einen Einblick in den 91-jährigen Schriftsteller, der seine Mitwelt beobachtet.
Joakim Eskildsen: Cornwall – Alle Jahre veröffentlicht der mare-Verlag in Hamburg einen vorzüglich editierten Bildband zu einem Thema. – Für dieses Jahr ist es Cornwall, die Halbinsel zwischen Ärmelkanal, Atlantik und Keltischer See. Es ist wohl die Romantik. Wenn man von den magischen Steilküsten über die raue Keltische See blickt, über die tief unten sich erstreckenden, fast weißen, feinen Sandstrände hinweg, dann meint man den Atlantik zu erfassen, seine Dimension und Bedeutung.
Peter Stäuber: SACKGASSE BREXIT – REPORTAGEN AUS EINEM GESPALTENEN LAND – In seiner Einführung schreibt Peter Stäuber: «Brexit ist alles. Ein Triumph, eine Katastrophe, eine Befreiung, ein Fehler. Für die einen stellt er eine Rückkehr zu vergangener Größe dar, für die anderen den Anfang vom Ende. Monumental war die Abstimmung vom 23. Juni 2016, darüber ist man sich einig, aber über alles andere gehen die Meinungen weit auseinander.
Lion Feuchtwanger – EIN MÖGLICHST INTENSIVES LEBEN – Die Tagebücher – Lion Feuchtwanger wächst als Sohn in der begüterten Familie des jüdisch-orthodoxen Margarinefabrikanten Sigmund Aron Meier Feuchtwanger auf. Schon früh unternahm er erste Versuche als Schriftsteller. Nach seinem Abitur 1903 studiert er in München und Berlin Geschichte, Philosophie und Deutsche Philologie. Bereits 1908 hat er seine eigene Kulturzeitschrift «Der Spiegel».
BOB WOODWARD: FURCHT – TRUMP IM WEISSEN HAUS – Bob Woodward beginnt seine Aufklärung über Donald Trump mit einer sehr persönlichen Danknotiz des Autors. Er schreibt: «Ganz herzlichen Dank an Evelyn M. Duffy, meine Assistentin bei fünf Büchern über vier Präsidenten». Präsident Trump erweist sich als besonders vertrackter Fall, nicht zuletzt wegen der Emotionen, die er bei Anhängern und Kritikern auslöst.
Herausgeber Reinhard Klimmt u. Hans Zimmermann: SIMPLICISSIMUS 1896 – 1933 – Die satirische Wochenzeitung – Der erschiene und kommentierte Reprint des «Simplicissimus» versammelt die wichtigsten Karikaturen aus den Jahren 1896 bis 1933, ein einmaliges Dokument der Zeitgeschichte. Der Band zeigt außerdem wie die Politik von Kaiser Wilhelm II. und der Weimarer Republik mit einem Zeichenstift ironisch in diesen Jahren begleitet wurde.
Olaf Sundermeyer: GAULAND ‒ Die Rache des alten Mannes – Nun liegt ein weiteres politische Sachbuch von Olaf Sundermeyer mit dem Titel «Gauland» vor. Mit seinem Buch bringt der Investigationsjournalist Sundermeyer Licht in das Vorleben des AfD-Frontmanns Gauland. Vom konservativen Gentleman, CDU-Mitglied von 1973 bis 2013, zur «Alternative für Deutschland». Rechter Scharfmacher und gleichberechtigter Parteisprecher und Ko-Fraktionsvorsitzender in der Personalunion.
Gerhard Zeillinger: ÜBERLEBEN ‒ Der Gürtel des Walter Fantl – Als wir nach dem Duschen in die Aufnahmebaracken gebracht wurden, hatte ich nur noch meine Stiefel und meinen Gürtel. Die Stiefel waren schon am nächsten Morgen nicht mehr da. Von meinem Leben davor war mir nur der Gürtel geblieben. An ihn klammerte ich mich wie an einen Talisman. Ich weiß nicht warum, aber ich sagte mir, wenn ich den Gürtel verliere, verliere ich auch mein Leben.
Robert Gerwarth: DIE GRÖSSTE ALLER REVOLUTIONEN – November 1918 und der Aufbruch in eine neue Zeit – Robert Gerwarth schreibt, dass sich erst am 10. November 1918 Kaiser Wilhelm ins Exil in die Niederlande bewegte. Er schreibt: «In den frühen Morgenstunden des 10. November 1918 passierte ein kleiner Autokonvoi nahe der Gemeinde Eijsden die belgisch-niederländische Grenze. In einem der Wagen saß Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen.»
Oliver Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele - RomanDer Nationalsozialist Josef Mengele war eine der Schreckensgestalten des letzten Jahrhunderts, seine Taten sollte man nie vergessen. Mengele war Mediziner, Anthropologe und Kriegsverbrecher, wurde am 16. März 1911 in Günsburg/Bayern geboren. Im Jahr 1937 wurde er Doktorand des Erbbiologen und Rassenhygienikers Otmar von Verschuer. Auch Verschuer war im NS-Staat eingebunden.