Tom Kindt: BRECHT UND DIE FOLGEN – Anlässlich 90 Jahre Dreigroschenoper eine ganz andere Einführung in ein weltbewegendes Werk. In der Arbeit stellt Kindt Berthold Brechts Gedichte, Theaterstücke und Prosastücke dem Heute des 20. Jahrhunderts entgegen. So stellt der Autor die Arbeiten von Brecht in ihrer Entwicklung vor, zeigt Widersprüche und stellt Fragen. Auch wie seine Texte auf die Gesellschaft wirkten - damals und heute.
Christopher Clark: VON ZEIT UND MACHT – Herrschaft und Geschichtsbild vom Großen Kurfürsten bis zu den Nationalsozialisten – In seinem neuen Buch «Von Zeit und Macht» geht es um Macht und Herrschaft. Der Autor fragt dabei nach der Herrschaft und dem Geschichtsbild in vier Jahrhunderten. Er versucht eine Antwort zu finden, worauf begründet sich Macht, wie die Herrschaft. Ein Buch das anregt, die Vergangenheit noch einmal zu überdenken.
Florian Reichenberger: Der gedachte Krieg - Vom Wandel der Kriegsbilder der Bundeswehr Der Band «Der gedachte Krieg» ist keine Apokalypse eines Krieges, auch keine Friedensliteratur; es ist ein Band zur Weiterbildung des Offizierskorps. Im Anhang vom Autor Quellen- und Literaturangaben, darunter drei Filme: «Das letzte Testament», «The Atomic Café» und «The Day After». Aber Fehlanzeige für den Manöverfilm «Großer Rösselsprung» aus dem Jahr 1969.
Gabriela Amdaesteanu: Verlorener Morgen - Roman – Der Roman «Verlorener Morgen» behandelt die dramatischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Rumänien, erzählt aus der Geschichte des Landes und spiegelt die Erlebnisse von Menschen aus allen Klassen wieder. Die Hauptstadt Bukarest ist der Kosmos des Landes, wo alle Bürger leben wollen. Im Jahr 1983 war es mit dem Kommunismus in Rumänien noch nicht vorbei.
Peter Voigt: FILMARBEIT - Skizzen, Kritiken, Essays, Interviews – Im Allgemeinen besteht die Schwierigkeit des Filmdokumentaristen, von seiner Beobachtung zur Verallgemeinerung zu kommen, um das in den schöpferischen Prozess seiner Subjektivität einzubringen. Noch immer nimmt man den Dokumentarfilm als wichtige Information zur Kenntnis. Voigts Filme überraschen durch eine handwerkliche Sicherheit, große Sorgfalt und der konsequenten Vermittlung der Gedanken.
Lotta Suter: Amerikanerin werden – Tagebuch einer Annäherung – Was die Journalistin Lotta Suter in ihrer Wahlheimat Vermont im Osten der USA am meisten liebt, sind die Weite und der persönliche Bewegungsspielraum. Dabei kann die heutige Freiheit am nächsten Tag ganz anders sein. Nun hat sich Lotta Suter nach zwanzig Jahren Bedenkzeit endlich entschlossen: Sie will Staatsbürgerin der U.S.A. werden. Wie kann man in einem Land Bürger werden, das immer noch Rassen trennt?
Martin Walser: Spätdienst – Seit 1953 ist Walser regemäßig Gast der «Gruppe 47», setzt sich 1960 mit Kollegen für die Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler ein. Martin Walsers neues Werk heißt «Spätdienst» - ist eine Sammlung von Aphorismen und Bonmots des hochbetagten Schriftstellers. Seine Texte sind bissig und sehr provokant, geben auch einen Einblick in den 91-jährigen Schriftsteller, der seine Mitwelt beobachtet.
Joakim Eskildsen: Cornwall – Alle Jahre veröffentlicht der mare-Verlag in Hamburg einen vorzüglich editierten Bildband zu einem Thema. – Für dieses Jahr ist es Cornwall, die Halbinsel zwischen Ärmelkanal, Atlantik und Keltischer See. Es ist wohl die Romantik. Wenn man von den magischen Steilküsten über die raue Keltische See blickt, über die tief unten sich erstreckenden, fast weißen, feinen Sandstrände hinweg, dann meint man den Atlantik zu erfassen, seine Dimension und Bedeutung.
Peter Stäuber: SACKGASSE BREXIT – REPORTAGEN AUS EINEM GESPALTENEN LAND – In seiner Einführung schreibt Peter Stäuber: «Brexit ist alles. Ein Triumph, eine Katastrophe, eine Befreiung, ein Fehler. Für die einen stellt er eine Rückkehr zu vergangener Größe dar, für die anderen den Anfang vom Ende. Monumental war die Abstimmung vom 23. Juni 2016, darüber ist man sich einig, aber über alles andere gehen die Meinungen weit auseinander.
Lion Feuchtwanger – EIN MÖGLICHST INTENSIVES LEBEN – Die Tagebücher – Lion Feuchtwanger wächst als Sohn in der begüterten Familie des jüdisch-orthodoxen Margarinefabrikanten Sigmund Aron Meier Feuchtwanger auf. Schon früh unternahm er erste Versuche als Schriftsteller. Nach seinem Abitur 1903 studiert er in München und Berlin Geschichte, Philosophie und Deutsche Philologie. Bereits 1908 hat er seine eigene Kulturzeitschrift «Der Spiegel».
BOB WOODWARD: FURCHT – TRUMP IM WEISSEN HAUS – Bob Woodward beginnt seine Aufklärung über Donald Trump mit einer sehr persönlichen Danknotiz des Autors. Er schreibt: «Ganz herzlichen Dank an Evelyn M. Duffy, meine Assistentin bei fünf Büchern über vier Präsidenten». Präsident Trump erweist sich als besonders vertrackter Fall, nicht zuletzt wegen der Emotionen, die er bei Anhängern und Kritikern auslöst.
Herausgeber Reinhard Klimmt u. Hans Zimmermann: SIMPLICISSIMUS 1896 – 1933 – Die satirische Wochenzeitung – Der erschiene und kommentierte Reprint des «Simplicissimus» versammelt die wichtigsten Karikaturen aus den Jahren 1896 bis 1933, ein einmaliges Dokument der Zeitgeschichte. Der Band zeigt außerdem wie die Politik von Kaiser Wilhelm II. und der Weimarer Republik mit einem Zeichenstift ironisch in diesen Jahren begleitet wurde.
Olaf Sundermeyer: GAULAND ‒ Die Rache des alten Mannes – Nun liegt ein weiteres politische Sachbuch von Olaf Sundermeyer mit dem Titel «Gauland» vor. Mit seinem Buch bringt der Investigationsjournalist Sundermeyer Licht in das Vorleben des AfD-Frontmanns Gauland. Vom konservativen Gentleman, CDU-Mitglied von 1973 bis 2013, zur «Alternative für Deutschland». Rechter Scharfmacher und gleichberechtigter Parteisprecher und Ko-Fraktionsvorsitzender in der Personalunion.
Gerhard Zeillinger: ÜBERLEBEN ‒ Der Gürtel des Walter Fantl – Als wir nach dem Duschen in die Aufnahmebaracken gebracht wurden, hatte ich nur noch meine Stiefel und meinen Gürtel. Die Stiefel waren schon am nächsten Morgen nicht mehr da. Von meinem Leben davor war mir nur der Gürtel geblieben. An ihn klammerte ich mich wie an einen Talisman. Ich weiß nicht warum, aber ich sagte mir, wenn ich den Gürtel verliere, verliere ich auch mein Leben.
Robert Gerwarth: DIE GRÖSSTE ALLER REVOLUTIONEN – November 1918 und der Aufbruch in eine neue Zeit – Robert Gerwarth schreibt, dass sich erst am 10. November 1918 Kaiser Wilhelm ins Exil in die Niederlande bewegte. Er schreibt: «In den frühen Morgenstunden des 10. November 1918 passierte ein kleiner Autokonvoi nahe der Gemeinde Eijsden die belgisch-niederländische Grenze. In einem der Wagen saß Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen.»
Oliver Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele - RomanDer Nationalsozialist Josef Mengele war eine der Schreckensgestalten des letzten Jahrhunderts, seine Taten sollte man nie vergessen. Mengele war Mediziner, Anthropologe und Kriegsverbrecher, wurde am 16. März 1911 in Günsburg/Bayern geboren. Im Jahr 1937 wurde er Doktorand des Erbbiologen und Rassenhygienikers Otmar von Verschuer. Auch Verschuer war im NS-Staat eingebunden.
John Connolly: STAN – Roman – Laurel und Hardy arbeiten arbeitsteilig bei ihren Filmen. Oliver Norvell Hardy, so sein Name, am 18. Januar 1892 in Harlem, US-Bundesstaat Georgia geboren, brachte sich hauptsächlich als Schauspieler in die gemeinsame Filmarbeit ein. Vor ihrer künstlerischen Partnerschaft hat er an etwas 270 Stummfilmen mitgewirkt, davon sind gut 100 Filme erhalten sind. Stan Laurel war der kreative Kopf des humoristischen Duos.
Anna Goldenberg: VERSTECKTE JAHRE – Der Mann der meinen Großvater rettete – Die Autorin Anna Goldenberg, geboren 1989 in Wien, studierte Psychologie an der Universität vom Cambridge und Journalismus an der Columbia University. Nach dem Studium arbeitete sie als Redakteurin für die Wochenzeitung «Jewish Daily Forward» in New York. Heute lebt sie wieder in Wien und schreibt u.a. für den «Falter».
Matthias Heine: Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland – Wie der Erste Weltkrieg die deutsche Sprache für immer veränderte – Der Autor Matthias Heine studierte an der Technischen U Braunschweig Germanistik und Gesichte. Nach seinem Volontariat bei der «Braunschweiger Zeitung» lebt Heine seit 1992 in Berlin. Er war dort von 1993 bis 1998 der stellvertretende Leiter der des Kulturteils der «B.Z.». Zu seinen bevorzugten Themen gehören Sprachgebrauch und Sprachwandel.
William Taubman: GORBATSCHOW – DER MANN UND SEINE ZEIT - Eine Biographie – William Taubman stellt zum Schluss in seiner Biografie die Frage: «Gorbatschows mutiges Projekt war möglicherweise von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber welche Alternativen hatte er denn? Wenn die Sowjetunion versucht hätte. sich weiter ohne Veränderungen durchzuwursteln, dann hätte sie vielleicht noch zehn oder zwanzig Jahre länger überlebt.»
Roland Jaeger: Foto-Auge Fritz Block – Neue Fotografie – Moderne Farbdias – Seit 1929 fotografierte Block zunächst nur in Hamburg, dann auch auf seinen Auslandreisen. Anfang 1930 waren es vor allem seine Fotoreportagen, die in den Beilagen des «Hamburger Anzeiger» und der «Hamburger Nachrichten» veröffentlicht wurden. Block Fotos veröffentlichte auch die Zeitschrift für gestaltende Arbeit «Die Form» und die Architekturzeitschrift «Baugilde»
Ronan Farrow: DAS ENDE DER DIPOLMATIE – WARUM DER WANDEL DER AMERIKANISCHEN AUSSENPOLITIK FÜR DIE WELT SO GEFÄHRLICH IST – Es sind seine eigenen Erfahrungen als Berater für NGO's, in Afghanistan und Pakistan in der Zeit als Berater für Hilary Clinton. Was Farrow über Rex Tillerson, dem ExxonMobil Chef und kurzfristigen US-Außenminister - vom Februar 2017 bis zu seiner Entlassung am 13. März 2018 mit Wirkung zum 31. März 2018 schreibt, stimmt mehr als bedenklich.
Günther Potschien / Gabriele Schreib: Der Fall Barschel – Unveröffentlichte Interna – der Wahrheit einen bedeutenden Schritt näher - Aus der Barschel-Pfeiffer Affäre entwickelte sich ein Skandal. Am 18. September 1987 erklärte Uwe Barschel auf einer Pressekonferenz: « ... gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holstein und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.»
Harald Szeemann: Museum der Obsessionen – Der Band «Harald Szeemann – Museum der Obsessionen», herausgegeben von Glenn Phillips und Philipp Kaiser mit Doris Chon und Pietro Ringolo führt in die Arbeit des Ausstellungsmachers von seinen Anfängen bis zu seiner letzten Arbeit ein. Hervorzuheben ist die verlegerische Arbeit wie auch der Leineneinband des vom Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, betreuten Buchprojekt.
Klaus Steack – Sand fürs Getriebe – Stets Unterwegs in Sachen Kunst und Politik - Das Buch erinnert an die diskreten Abgründe wie sie Luis Buñuel in seinen Filmen verwendete, wenn er die Bourgeoise karikierte. Der Gärtner vorweggenommen: Es ist Nounou, die von allen geliebte Kinderfrau Louise, sie erdolcht eiskalt mit einem Messer den Nachwuchs der Familie Massé. Für Adam und Mila kommt jede Hilfe zu spät, nur die Kindesmörderin, auch wenn sie nach der Tat den Dolch gegen sich selber richtet, überlebt.
Paul Zelik: SPANIEN – Eine politische Geschichte der Gegenwart - Bis heute hat Spanien seine Geschichte, vom Bürgerkrieg, der Franco-Diktatur, über die »transición«, dem Übergang zur Demokratie, nicht aufgearbeitet. Selbst mit der Gründung der linkspopulistischen Partei Podemos im Frühjahr 2014 aus der Bewegung 15-M ist es bisher auch nicht zu einem demokratischen Aufbruch im Land gekommen.
Robert Lebeck – 1968 - Der Fotograf Robert Lebeck über das Jahr 1968: «Das Jahr der Studenten-unruhen fand ohne mich statt. Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studenten; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegards Knefs Kind, als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich den Papst nach Bogotá».
Amada Harlech: Die Renaissance einer Stadt – Die britische Stylistin Amada Harlech, 1959 in London geboren, arbeitet seit über 20 Jahren für Karl Lagerfeld. Für seine Chanel-Show in der Elbphilharmonie kam sie 2017 nach Hamburg und fotografierte in der Hansestadt. Ihre Fotos entstehen mit 2 HASSELBLAD-Kameras mit Sensor. Die Bildautorin verleiht ihren Bildern, die sie in an einem nebelverhangenen Novembertag fotografiert, «eine grau-silbrige Atmosphäre.»
Peter Michel: Künstler der Zeitenwende – Biografische Miniaturen – 2 Bände – Der Autor, der zwei Bände über bildende Künstler der DDR Peter Michel schrieb, war von 1975 bis 1988 Chefredakteur der Zeitschrift «Bildende Kunst» der DDR, gegründet 1947 von Karl Hofer und Oskar Nerlinger. Im Untertitel hieß es: «Zeitschrift für Malerei, Plastik, Grafik und Buchkunst, Angewandte Kunst und Kunsthandwerk», wurde herausgegeben vom Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR).
MADELEINE ALBRIGHT: FASCHISMUS – EINE WARNUNG – Mit 81 Jahren hätte sich Madeleine Albright, nach einer diplomatischen Karriere und einem Halbdutzend Büchern, zur Ruhe setzen können. Aber das ist nicht ihr Stil. Als Mitglied der Demokratischen Partei prägte sie ab den 70er Jahre die Innen- wie Außenpolitik der USA. Noch heute denkt die Frau global - sie kümmert sich um die Konflikte im Nahen Osten, die Themen wie Russland nach dem Ende der Sowjetunion.
ZONI WEISZ: Der vergessene Holocaust – Mein Leben als Sinto, Unternehmer und Überlebender – Wenig bekannt ist, dass die Nazis auch eine halbe Million der Sinti und Roma umgebracht haben. Weisz hat als einziger von seiner Familie überlebt. Er ist mit seinem Schicksal unter den jugendlichen Überlebenden keine Ausnahme. Eine Ausnahme aber stellt die Art und Weise dar, wie er entgegen allen Widerständen Normalität erlangte und von Beginn an sich zu seiner Herkunft als Sinto zu bekannte.
Karl Marx – DAS KAPITAL – Kritik an der politischen Ökonomie - Gemeinverständliche Ausgabe besorgt von Julian Borchardt – Noch während seiner Vorbereitung für die Übersiedlung nach Moskau erkrankte Julian Borchardt und starb am 16. Februar 1932 in Berlin. Was bleibend an dem großen Marxisten erinnert, ist seine gemeinverständliche Ausgabe von «Karl Marx - Das Kapital».