BOB WOODWARD: FURCHT – TRUMP IM WEISSEN HAUS – Bob Woodward beginnt seine Aufklärung über Donald Trump mit einer sehr persönlichen Danknotiz des Autors. Er schreibt: «Ganz herzlichen Dank an Evelyn M. Duffy, meine Assistentin bei fünf Büchern über vier Präsidenten». Präsident Trump erweist sich als besonders vertrackter Fall, nicht zuletzt wegen der Emotionen, die er bei Anhängern und Kritikern auslöst.
Herausgeber Reinhard Klimmt u. Hans Zimmermann: SIMPLICISSIMUS 1896 – 1933 – Die satirische Wochenzeitung – Der erschiene und kommentierte Reprint des «Simplicissimus» versammelt die wichtigsten Karikaturen aus den Jahren 1896 bis 1933, ein einmaliges Dokument der Zeitgeschichte. Der Band zeigt außerdem wie die Politik von Kaiser Wilhelm II. und der Weimarer Republik mit einem Zeichenstift ironisch in diesen Jahren begleitet wurde.
Olaf Sundermeyer: GAULAND ‒ Die Rache des alten Mannes – Nun liegt ein weiteres politische Sachbuch von Olaf Sundermeyer mit dem Titel «Gauland» vor. Mit seinem Buch bringt der Investigationsjournalist Sundermeyer Licht in das Vorleben des AfD-Frontmanns Gauland. Vom konservativen Gentleman, CDU-Mitglied von 1973 bis 2013, zur «Alternative für Deutschland». Rechter Scharfmacher und gleichberechtigter Parteisprecher und Ko-Fraktionsvorsitzender in der Personalunion.
Gerhard Zeillinger: ÜBERLEBEN ‒ Der Gürtel des Walter Fantl – Als wir nach dem Duschen in die Aufnahmebaracken gebracht wurden, hatte ich nur noch meine Stiefel und meinen Gürtel. Die Stiefel waren schon am nächsten Morgen nicht mehr da. Von meinem Leben davor war mir nur der Gürtel geblieben. An ihn klammerte ich mich wie an einen Talisman. Ich weiß nicht warum, aber ich sagte mir, wenn ich den Gürtel verliere, verliere ich auch mein Leben.
Robert Gerwarth: DIE GRÖSSTE ALLER REVOLUTIONEN – November 1918 und der Aufbruch in eine neue Zeit – Robert Gerwarth schreibt, dass sich erst am 10. November 1918 Kaiser Wilhelm ins Exil in die Niederlande bewegte. Er schreibt: «In den frühen Morgenstunden des 10. November 1918 passierte ein kleiner Autokonvoi nahe der Gemeinde Eijsden die belgisch-niederländische Grenze. In einem der Wagen saß Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser und König von Preußen.»
Oliver Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele - RomanDer Nationalsozialist Josef Mengele war eine der Schreckensgestalten des letzten Jahrhunderts, seine Taten sollte man nie vergessen. Mengele war Mediziner, Anthropologe und Kriegsverbrecher, wurde am 16. März 1911 in Günsburg/Bayern geboren. Im Jahr 1937 wurde er Doktorand des Erbbiologen und Rassenhygienikers Otmar von Verschuer. Auch Verschuer war im NS-Staat eingebunden.
John Connolly: STAN – Roman – Laurel und Hardy arbeiten arbeitsteilig bei ihren Filmen. Oliver Norvell Hardy, so sein Name, am 18. Januar 1892 in Harlem, US-Bundesstaat Georgia geboren, brachte sich hauptsächlich als Schauspieler in die gemeinsame Filmarbeit ein. Vor ihrer künstlerischen Partnerschaft hat er an etwas 270 Stummfilmen mitgewirkt, davon sind gut 100 Filme erhalten sind. Stan Laurel war der kreative Kopf des humoristischen Duos.
Anna Goldenberg: VERSTECKTE JAHRE – Der Mann der meinen Großvater rettete – Die Autorin Anna Goldenberg, geboren 1989 in Wien, studierte Psychologie an der Universität vom Cambridge und Journalismus an der Columbia University. Nach dem Studium arbeitete sie als Redakteurin für die Wochenzeitung «Jewish Daily Forward» in New York. Heute lebt sie wieder in Wien und schreibt u.a. für den «Falter».
Matthias Heine: Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland – Wie der Erste Weltkrieg die deutsche Sprache für immer veränderte – Der Autor Matthias Heine studierte an der Technischen U Braunschweig Germanistik und Gesichte. Nach seinem Volontariat bei der «Braunschweiger Zeitung» lebt Heine seit 1992 in Berlin. Er war dort von 1993 bis 1998 der stellvertretende Leiter der des Kulturteils der «B.Z.». Zu seinen bevorzugten Themen gehören Sprachgebrauch und Sprachwandel.
William Taubman: GORBATSCHOW – DER MANN UND SEINE ZEIT - Eine Biographie – William Taubman stellt zum Schluss in seiner Biografie die Frage: «Gorbatschows mutiges Projekt war möglicherweise von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber welche Alternativen hatte er denn? Wenn die Sowjetunion versucht hätte. sich weiter ohne Veränderungen durchzuwursteln, dann hätte sie vielleicht noch zehn oder zwanzig Jahre länger überlebt.»
Roland Jaeger: Foto-Auge Fritz Block – Neue Fotografie – Moderne Farbdias – Seit 1929 fotografierte Block zunächst nur in Hamburg, dann auch auf seinen Auslandreisen. Anfang 1930 waren es vor allem seine Fotoreportagen, die in den Beilagen des «Hamburger Anzeiger» und der «Hamburger Nachrichten» veröffentlicht wurden. Block Fotos veröffentlichte auch die Zeitschrift für gestaltende Arbeit «Die Form» und die Architekturzeitschrift «Baugilde»
Ronan Farrow: DAS ENDE DER DIPOLMATIE – WARUM DER WANDEL DER AMERIKANISCHEN AUSSENPOLITIK FÜR DIE WELT SO GEFÄHRLICH IST – Es sind seine eigenen Erfahrungen als Berater für NGO's, in Afghanistan und Pakistan in der Zeit als Berater für Hilary Clinton. Was Farrow über Rex Tillerson, dem ExxonMobil Chef und kurzfristigen US-Außenminister - vom Februar 2017 bis zu seiner Entlassung am 13. März 2018 mit Wirkung zum 31. März 2018 schreibt, stimmt mehr als bedenklich.
Günther Potschien / Gabriele Schreib: Der Fall Barschel – Unveröffentlichte Interna – der Wahrheit einen bedeutenden Schritt näher - Aus der Barschel-Pfeiffer Affäre entwickelte sich ein Skandal. Am 18. September 1987 erklärte Uwe Barschel auf einer Pressekonferenz: « ... gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holstein und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.»
Harald Szeemann: Museum der Obsessionen – Der Band «Harald Szeemann – Museum der Obsessionen», herausgegeben von Glenn Phillips und Philipp Kaiser mit Doris Chon und Pietro Ringolo führt in die Arbeit des Ausstellungsmachers von seinen Anfängen bis zu seiner letzten Arbeit ein. Hervorzuheben ist die verlegerische Arbeit wie auch der Leineneinband des vom Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, betreuten Buchprojekt.
Klaus Steack – Sand fürs Getriebe – Stets Unterwegs in Sachen Kunst und Politik - Das Buch erinnert an die diskreten Abgründe wie sie Luis Buñuel in seinen Filmen verwendete, wenn er die Bourgeoise karikierte. Der Gärtner vorweggenommen: Es ist Nounou, die von allen geliebte Kinderfrau Louise, sie erdolcht eiskalt mit einem Messer den Nachwuchs der Familie Massé. Für Adam und Mila kommt jede Hilfe zu spät, nur die Kindesmörderin, auch wenn sie nach der Tat den Dolch gegen sich selber richtet, überlebt.
Paul Zelik: SPANIEN – Eine politische Geschichte der Gegenwart - Bis heute hat Spanien seine Geschichte, vom Bürgerkrieg, der Franco-Diktatur, über die »transición«, dem Übergang zur Demokratie, nicht aufgearbeitet. Selbst mit der Gründung der linkspopulistischen Partei Podemos im Frühjahr 2014 aus der Bewegung 15-M ist es bisher auch nicht zu einem demokratischen Aufbruch im Land gekommen.
Robert Lebeck – 1968 - Der Fotograf Robert Lebeck über das Jahr 1968: «Das Jahr der Studenten-unruhen fand ohne mich statt. Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studenten; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegards Knefs Kind, als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich den Papst nach Bogotá».
Amada Harlech: Die Renaissance einer Stadt – Die britische Stylistin Amada Harlech, 1959 in London geboren, arbeitet seit über 20 Jahren für Karl Lagerfeld. Für seine Chanel-Show in der Elbphilharmonie kam sie 2017 nach Hamburg und fotografierte in der Hansestadt. Ihre Fotos entstehen mit 2 HASSELBLAD-Kameras mit Sensor. Die Bildautorin verleiht ihren Bildern, die sie in an einem nebelverhangenen Novembertag fotografiert, «eine grau-silbrige Atmosphäre.»
Peter Michel: Künstler der Zeitenwende – Biografische Miniaturen – 2 Bände – Der Autor, der zwei Bände über bildende Künstler der DDR Peter Michel schrieb, war von 1975 bis 1988 Chefredakteur der Zeitschrift «Bildende Kunst» der DDR, gegründet 1947 von Karl Hofer und Oskar Nerlinger. Im Untertitel hieß es: «Zeitschrift für Malerei, Plastik, Grafik und Buchkunst, Angewandte Kunst und Kunsthandwerk», wurde herausgegeben vom Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR).
MADELEINE ALBRIGHT: FASCHISMUS – EINE WARNUNG – Mit 81 Jahren hätte sich Madeleine Albright, nach einer diplomatischen Karriere und einem Halbdutzend Büchern, zur Ruhe setzen können. Aber das ist nicht ihr Stil. Als Mitglied der Demokratischen Partei prägte sie ab den 70er Jahre die Innen- wie Außenpolitik der USA. Noch heute denkt die Frau global - sie kümmert sich um die Konflikte im Nahen Osten, die Themen wie Russland nach dem Ende der Sowjetunion.
ZONI WEISZ: Der vergessene Holocaust – Mein Leben als Sinto, Unternehmer und Überlebender – Wenig bekannt ist, dass die Nazis auch eine halbe Million der Sinti und Roma umgebracht haben. Weisz hat als einziger von seiner Familie überlebt. Er ist mit seinem Schicksal unter den jugendlichen Überlebenden keine Ausnahme. Eine Ausnahme aber stellt die Art und Weise dar, wie er entgegen allen Widerständen Normalität erlangte und von Beginn an sich zu seiner Herkunft als Sinto zu bekannte.
Karl Marx – DAS KAPITAL – Kritik an der politischen Ökonomie - Gemeinverständliche Ausgabe besorgt von Julian Borchardt – Noch während seiner Vorbereitung für die Übersiedlung nach Moskau erkrankte Julian Borchardt und starb am 16. Februar 1932 in Berlin. Was bleibend an dem großen Marxisten erinnert, ist seine gemeinverständliche Ausgabe von «Karl Marx - Das Kapital».
Nelson Mandela – Briefe aus dem Gefängnis – Briefeschreiber Nelson Mandela war wohl eine der politischsten Personen des 20. Jahrhunderts. Geboren am 18. Juli 1918 als Nelson Rolihlahla Mandela, auch mit dem traditionellen Clannamen Madiba bezeichnet. In den Jahren des ständigen Widerstands gegen die Apartheid in der Südafrikanischen Republik wurde Mandela ein hervorragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdrückung und der sozialen Ungerechtigkeit.
FRANZ MAREK: BERUF UND BERUFUNG KOMMUNIST – Lebenserinnerungen und Schlüsseltexte – Franz Marek wurde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Ephraim Feuerlicht im damals österreichischen Ostgalizien geboren. Vor den Kampfhandlungen floh seine polnisch-jüdische Familie nach Wien, wo er im ärmlichen proletarischen Flüchtlingsmilieu aufwuchs. Seinen Kampfnamen Franz Marek nahm er erst im Jahre 1935 an, als die KPÖ im österreichischen Ständestaat verboten wurde.
Sven Deppisch: Täter auf der Schulbank – Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust oder dunkle Vergangenheit im Schatten - eine verspätete Auseinandersetzung mit der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus. Sie bildeten eine zentrale Säule der deutschen Besatzungspolitik und bereiteten einer Entwicklung den Weg, der über Ghettos und Deportationszüge letztlich in die Vernichtungslager führte. Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen.
Sven Felix Kellerhoff: EIN GANZ NORMALES POGROM – November 1938 in einem deutschen Dorf – Das heutige Bild des Novemberpogroms bestimmen Vorgänge in Berlin, Hamburg, München oder Düsseldorf. Das erschreckende und schockierende an den antisemitischen Übergriffen der sogenannten «Reichskristallnacht» - sollten wir nicht besser sagen «Reichsprogromnacht» - fand bis in die Provinz hinein statt. Auch in den Dörfern gab es einen erschreckenden Judenhass.
Franz Walter: Die SPD – Biographie einer Partei – Beim SPD Buch von Franz Walter bedarf es einiger Geschichtskenntnisse. Bei dem Foto von Karl Liebknecht heißt es: «Liebknecht, Patensohn von Karl Marx, gehörte zum radikallinken Flügel der deutschen Arbeiterbewegung. Ein Marxist war er nicht. Im Grunde war er Individualist und ethischer Sozialist, getrieben von Emotionen.» Wurde er wegen seiner Emotionen am 15. Januar 1919 – wie auch Rosa Luxemburg, von Freikorpssoldaten ermordet?
Frederik Weinert: Die Sprache der Rechten – In der Einleitung schreibt Frederik Weinert: «Egal ob Ex-Politiker oder die Lehrerin vom Lande: Wenn es ums Thema Migration geht, kann jeder mitreden. Deutschland schafft sich ab, fabuliert der eine, «Deutschland außer Rand und Band», krakeelt die andere. Wer die Asylantenkeule auspackt, ist Deutschlands neuer Superstar. Vor 1945 war das noch Adolf Hitler, dessen Reich, das sogenannte Dritte, dann doch sang und klanglos unterging.
Michael Angele: SCHIRRMACHER – EIN PORTRAIT – In der deutschen Mediengeschichte war er eine Ausnahmeerscheinung, immer die Herrschenden im Blick. Frank Schirrmacher, geboren am 5. September 1959, verstorben am 12. Juni 2014 in Frankfurt/Main, war Journalist, Essayist, Buchautor und von 1994 bis zum Tode einer der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Blatt ist keine Postille für Arbeiter.
Kommen. Gehen. Bleiben. – ANDREJ HOLM IM GESPRÄCH - mit Samuel Stuhlpfarrer – Das Buch ist die Wiedergabe eines langen Gesprächs zwischen Andrej Holm dem ehemaligen Staatssekretär für Wohnen in der Regierung von Berlin und den in Wien lebenden und arbeitenden Journalisten Samuel Stuhlpfarrer der zuletzt in der Reihe kritik & utopie den Band «Alle Verhältnisse umzuwerfen. Gespräche und Interventionen zur Krise, globaler Bewegung und linker Geschichte».
Can Merey: DER EWIGE GASTWie mein türkischer Vater versuchte, Deutscher zu werden
Wie sein Sohn Can über den Vater berichtet, träumt dieser nur auf Deutsch, auch mit dem Essen passt er sich der Essenkultur hierzulande an. Eine Vorliebe hat er für Schweinebraten mit krosser Kruste und dazu ein gutgeschenktes Weißbier. Heute, sechzig Jahre später, ist es für Tosun eine ernüchternde Bilanz.
Christopher Nehring: Millionär in der DDRDie deutsch-deutsche Geschichte des Kunstmillionärs Siegfried Kath – Mit seinem Buch gelingt es dem Autor Nehring, den Lesern einen spannenden Einblick in die wohl einmalige unkonventionelle deutsch-deutsche Geschichte von Siegfried Kath zu geben. Im Klappentext heißt es: «Der Antiquitätenhändler Siegfried Kath war einer der wenigen Selfmade-Millionäre der DDR und dabei ein Grenzgänger zwischen Ost und West.