Harald Szeemann: Museum der Obsessionen – Der Band «Harald Szeemann – Museum der Obsessionen», herausgegeben von Glenn Phillips und Philipp Kaiser mit Doris Chon und Pietro Ringolo führt in die Arbeit des Ausstellungsmachers von seinen Anfängen bis zu seiner letzten Arbeit ein. Hervorzuheben ist die verlegerische Arbeit wie auch der Leineneinband des vom Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, betreuten Buchprojekt.
Klaus Steack – Sand fürs Getriebe – Stets Unterwegs in Sachen Kunst und Politik - Das Buch erinnert an die diskreten Abgründe wie sie Luis Buñuel in seinen Filmen verwendete, wenn er die Bourgeoise karikierte. Der Gärtner vorweggenommen: Es ist Nounou, die von allen geliebte Kinderfrau Louise, sie erdolcht eiskalt mit einem Messer den Nachwuchs der Familie Massé. Für Adam und Mila kommt jede Hilfe zu spät, nur die Kindesmörderin, auch wenn sie nach der Tat den Dolch gegen sich selber richtet, überlebt.
Paul Zelik: SPANIEN – Eine politische Geschichte der Gegenwart - Bis heute hat Spanien seine Geschichte, vom Bürgerkrieg, der Franco-Diktatur, über die »transición«, dem Übergang zur Demokratie, nicht aufgearbeitet. Selbst mit der Gründung der linkspopulistischen Partei Podemos im Frühjahr 2014 aus der Bewegung 15-M ist es bisher auch nicht zu einem demokratischen Aufbruch im Land gekommen.
Robert Lebeck – 1968 - Der Fotograf Robert Lebeck über das Jahr 1968: «Das Jahr der Studenten-unruhen fand ohne mich statt. Als in Paris die Barrikaden brannten, arbeitete ich in Florida an einer Serie über zwei ermordete Studenten; während Studenten vor dem Springer-Hochhaus demonstrierten, fotografierte ich die Taufe von Hildegards Knefs Kind, als die Russen in Prag einmarschierten, begleitete ich den Papst nach Bogotá».
Amada Harlech: Die Renaissance einer Stadt – Die britische Stylistin Amada Harlech, 1959 in London geboren, arbeitet seit über 20 Jahren für Karl Lagerfeld. Für seine Chanel-Show in der Elbphilharmonie kam sie 2017 nach Hamburg und fotografierte in der Hansestadt. Ihre Fotos entstehen mit 2 HASSELBLAD-Kameras mit Sensor. Die Bildautorin verleiht ihren Bildern, die sie in an einem nebelverhangenen Novembertag fotografiert, «eine grau-silbrige Atmosphäre.»
Peter Michel: Künstler der Zeitenwende – Biografische Miniaturen – 2 Bände – Der Autor, der zwei Bände über bildende Künstler der DDR Peter Michel schrieb, war von 1975 bis 1988 Chefredakteur der Zeitschrift «Bildende Kunst» der DDR, gegründet 1947 von Karl Hofer und Oskar Nerlinger. Im Untertitel hieß es: «Zeitschrift für Malerei, Plastik, Grafik und Buchkunst, Angewandte Kunst und Kunsthandwerk», wurde herausgegeben vom Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR).
MADELEINE ALBRIGHT: FASCHISMUS – EINE WARNUNG – Mit 81 Jahren hätte sich Madeleine Albright, nach einer diplomatischen Karriere und einem Halbdutzend Büchern, zur Ruhe setzen können. Aber das ist nicht ihr Stil. Als Mitglied der Demokratischen Partei prägte sie ab den 70er Jahre die Innen- wie Außenpolitik der USA. Noch heute denkt die Frau global - sie kümmert sich um die Konflikte im Nahen Osten, die Themen wie Russland nach dem Ende der Sowjetunion.
ZONI WEISZ: Der vergessene Holocaust – Mein Leben als Sinto, Unternehmer und Überlebender – Wenig bekannt ist, dass die Nazis auch eine halbe Million der Sinti und Roma umgebracht haben. Weisz hat als einziger von seiner Familie überlebt. Er ist mit seinem Schicksal unter den jugendlichen Überlebenden keine Ausnahme. Eine Ausnahme aber stellt die Art und Weise dar, wie er entgegen allen Widerständen Normalität erlangte und von Beginn an sich zu seiner Herkunft als Sinto zu bekannte.
Karl Marx – DAS KAPITAL – Kritik an der politischen Ökonomie - Gemeinverständliche Ausgabe besorgt von Julian Borchardt – Noch während seiner Vorbereitung für die Übersiedlung nach Moskau erkrankte Julian Borchardt und starb am 16. Februar 1932 in Berlin. Was bleibend an dem großen Marxisten erinnert, ist seine gemeinverständliche Ausgabe von «Karl Marx - Das Kapital».
Nelson Mandela – Briefe aus dem Gefängnis – Briefeschreiber Nelson Mandela war wohl eine der politischsten Personen des 20. Jahrhunderts. Geboren am 18. Juli 1918 als Nelson Rolihlahla Mandela, auch mit dem traditionellen Clannamen Madiba bezeichnet. In den Jahren des ständigen Widerstands gegen die Apartheid in der Südafrikanischen Republik wurde Mandela ein hervorragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdrückung und der sozialen Ungerechtigkeit.
FRANZ MAREK: BERUF UND BERUFUNG KOMMUNIST – Lebenserinnerungen und Schlüsseltexte – Franz Marek wurde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Ephraim Feuerlicht im damals österreichischen Ostgalizien geboren. Vor den Kampfhandlungen floh seine polnisch-jüdische Familie nach Wien, wo er im ärmlichen proletarischen Flüchtlingsmilieu aufwuchs. Seinen Kampfnamen Franz Marek nahm er erst im Jahre 1935 an, als die KPÖ im österreichischen Ständestaat verboten wurde.
Sven Deppisch: Täter auf der Schulbank – Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust oder dunkle Vergangenheit im Schatten - eine verspätete Auseinandersetzung mit der Rolle der Polizei im Nationalsozialismus. Sie bildeten eine zentrale Säule der deutschen Besatzungspolitik und bereiteten einer Entwicklung den Weg, der über Ghettos und Deportationszüge letztlich in die Vernichtungslager führte. Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen.
Sven Felix Kellerhoff: EIN GANZ NORMALES POGROM – November 1938 in einem deutschen Dorf – Das heutige Bild des Novemberpogroms bestimmen Vorgänge in Berlin, Hamburg, München oder Düsseldorf. Das erschreckende und schockierende an den antisemitischen Übergriffen der sogenannten «Reichskristallnacht» - sollten wir nicht besser sagen «Reichsprogromnacht» - fand bis in die Provinz hinein statt. Auch in den Dörfern gab es einen erschreckenden Judenhass.
Franz Walter: Die SPD – Biographie einer Partei – Beim SPD Buch von Franz Walter bedarf es einiger Geschichtskenntnisse. Bei dem Foto von Karl Liebknecht heißt es: «Liebknecht, Patensohn von Karl Marx, gehörte zum radikallinken Flügel der deutschen Arbeiterbewegung. Ein Marxist war er nicht. Im Grunde war er Individualist und ethischer Sozialist, getrieben von Emotionen.» Wurde er wegen seiner Emotionen am 15. Januar 1919 – wie auch Rosa Luxemburg, von Freikorpssoldaten ermordet?
Frederik Weinert: Die Sprache der Rechten – In der Einleitung schreibt Frederik Weinert: «Egal ob Ex-Politiker oder die Lehrerin vom Lande: Wenn es ums Thema Migration geht, kann jeder mitreden. Deutschland schafft sich ab, fabuliert der eine, «Deutschland außer Rand und Band», krakeelt die andere. Wer die Asylantenkeule auspackt, ist Deutschlands neuer Superstar. Vor 1945 war das noch Adolf Hitler, dessen Reich, das sogenannte Dritte, dann doch sang und klanglos unterging.
Michael Angele: SCHIRRMACHER – EIN PORTRAIT – In der deutschen Mediengeschichte war er eine Ausnahmeerscheinung, immer die Herrschenden im Blick. Frank Schirrmacher, geboren am 5. September 1959, verstorben am 12. Juni 2014 in Frankfurt/Main, war Journalist, Essayist, Buchautor und von 1994 bis zum Tode einer der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Blatt ist keine Postille für Arbeiter.
Kommen. Gehen. Bleiben. – ANDREJ HOLM IM GESPRÄCH - mit Samuel Stuhlpfarrer – Das Buch ist die Wiedergabe eines langen Gesprächs zwischen Andrej Holm dem ehemaligen Staatssekretär für Wohnen in der Regierung von Berlin und den in Wien lebenden und arbeitenden Journalisten Samuel Stuhlpfarrer der zuletzt in der Reihe kritik & utopie den Band «Alle Verhältnisse umzuwerfen. Gespräche und Interventionen zur Krise, globaler Bewegung und linker Geschichte».
Can Merey: DER EWIGE GASTWie mein türkischer Vater versuchte, Deutscher zu werden
Wie sein Sohn Can über den Vater berichtet, träumt dieser nur auf Deutsch, auch mit dem Essen passt er sich der Essenkultur hierzulande an. Eine Vorliebe hat er für Schweinebraten mit krosser Kruste und dazu ein gutgeschenktes Weißbier. Heute, sechzig Jahre später, ist es für Tosun eine ernüchternde Bilanz.
Christopher Nehring: Millionär in der DDRDie deutsch-deutsche Geschichte des Kunstmillionärs Siegfried Kath – Mit seinem Buch gelingt es dem Autor Nehring, den Lesern einen spannenden Einblick in die wohl einmalige unkonventionelle deutsch-deutsche Geschichte von Siegfried Kath zu geben. Im Klappentext heißt es: «Der Antiquitätenhändler Siegfried Kath war einer der wenigen Selfmade-Millionäre der DDR und dabei ein Grenzgänger zwischen Ost und West.
Tom Segev: David Ben Gurion – Ein Staat um jeden Preis – Rechtzeitig zum 70. Gründungsdatum des Staates Israel liegt die Biografie über David Ben Gurion von Tom Segev vor. Die zionistischen Pioniere um David Ben Gurion traten gegenüber Juden, die in ihrer Heimat Europa geblieben waren, häufig mit einem Anspruch von Gefühlskälte auf. Davon ist nichts in der Biografie über den Staatsgründer Israels zu finden.
Charles E. Ritterband: Grant und Grandezza – Nach seinem Buch «Dem Österreichischen auf der Spur. Expedition eines NZZ-Korrespondenten» und «Österreich – Stillstand im Dreivierteltakt», 2009 und 2016 mit Illustrationen von Michael Pammesberger erschienen, ist «Grant und Grandezza» sein drittes Buch über Österreich, illustriert wieder von M. Pammesberger. Das neue Österreichbuch hat den Hinweis «Randbemerkungen zu Österreich», ist ein Mehr über seine 8,747 Millionen Bürger.
Wladimir Kaminer: AUSGERECHNET DEUTSCHLAND – GESCHICHTEN UNSERER NEUEN NACHBARN – Auf Seite 225, im Kapitel - Haben wir es geschafft? - schreibt Wladimir Kaminer: »Warum ticken deine Russen so konservativ?«, wundern sich meine deutschen Freunde. Ich nehme meine Landsleute dann immer in Schutz. »Sie sind nicht konservativ«, sage ich, »sondern vom falschen Sozialismus beschädigt.«
James Comey: Größer als das Amt – Auf der Suche nach der Wahrheit – DER EX-FBI-DIREKTOR KLAGT AN – Es ist das erste Mal das ein FBI-Mann darüber berichtet, was im Zentrum der amerikanischen Macht dem «Weißen Haus» vor sich geht. Das Buch von James Comey ist ein Insider-Bericht über den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika Donald Trump, Inhaber des Mischkonzerns «Trump Organization», der für die Immobilien- und Unterhaltungsbranche baute.
Stephan Bierling: NELSON MANDELA – Rebell, Häftling, Präsident – Nelson Mandela ist die Ikone von Südafrika, hat, wie keiner vor ihm, das Land nach langer Unterdrückung und Rassendiskriminierung in die demokratische Neuzeit geführt. Dabei ist das Leben von Mandela bereits außergewöhnlich. Der Weg des jungen Anwalts und politischen Aktivisten führt zuerst in den Untergrund, dann in eine langjährige Gefangenschaft. Diese politische Haft dauert 27 Jahre.
Alexander Sedlmaier: Konsum und Gewalt – Radikaler Protest in der Bundesrepublik
In Sedlmaiers Geschichte des Radikalismus ist sehr viel über die Motive der Gewalt geschrieben, aber der Leser lernt auch die Konsumgesellschaft der westdeutschen Nachkriegszeit kennen. Erinnern wir uns an die anarchistische Weihnachtsausgabe der Westberliner Zeitschrift «Agit 883» mit ihrem Titel «Lernt vom Nikolaus – Räumt das Warenhaus aus!»
Crane Brinton: ANATOMIE DER REVOLUTION – Crane Brinton schreibt in seiner Einleitung: «Revolution ist ein etwas verschwommener Ausdruck. Die große französische Revolution, die amerikanische Revolution, die industrielle Revolution, eine Revolution in Honduras, eine soziale Revolution, eine Revolution in unserem Denken oder in der Damenkonfektion oder in der Autoindustrie – man könnte diese Liste ins Uferlose verlängern.»
Manfred Flügge: Stadt ohne Seele – Wien 1933 – Mit seinem Buch «Stadt ohne Seele - Wien 1938» zeichnet Manfred Flügge die Ereignisse in Österreich des Jahres 1938 nach. Es ist ein dokumentarischer Roman, auch die Exilgeschichte von Sigmund Freud, der Wien am 4. Juni 1938 verlässt und nach London geht. Der Autor schreibt zum Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich: Der Anschluss ist einfach eine peinliche und ungern erinnerte Episode der österreichischen Geschichte.
Michael Wolff: FEUER UND ZORN – IM WEISSEN HAUS VON DONALD TRUMP – Mit seinem entlarvenden Buch «Feuer und Zorn» (Fire and Fury - Inside the Trump White House) hat Wolff die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert. Das Enthüllungsbuch behandelt die ersten neun Monate der Präsidentschaft von Ronald Trump. Die Geschichte zum Buch beginnt im Juni 2016 beim Besuch von Michael Wolff Donald Trumps auf dessen Immobilie im kalifornischen Beverly Hills.
Hans Joachim Schädlich: Felix und Felka - Bereits Ende der 60er Jahre begann er mit dem Verfassen von Texten von literarischer Qualität, die wegen seiner DDR-Kritik die eine Veröffentlichung die Zensur verhindert. Erst nach seiner Ausreise 1977 in die Bundesrepublik, wegen seines Protestes gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermanns hatte er seine Arbeit verloren, wird er ein zeitgenössischer Schriftsteller.
Alexander Kluy: George Grosz – König ohne Land – Biografie – Mit seiner materialreichen Biografie über George Grosz schließt Alexander Kluy eine Lücke über den wohl wichtigsten und bekanntesten deutschen Maler des 20. Jahrhunderts, der einer der schärfsten Satiriker und Kritiker der Weimarer Republik einmal war. Der Autor Kluy zeichnet das ungewöhnliche von George Grosz für den Leser in 5 Kapiteln, von der Kindheit und Jugend, von Dresden bis Berlin, dem Wechsel und Ende der Dinge auf.
E. Adunka, P.D. Gruber, S. Usaty (Hg.) Exilforschung: Österreich – Leistungen, Defizite & Perspektiven – Die vorliegende Publikation ist eine erweiterte Sammlung der Beiträge zur Tagung „Exilforschung zu Österreich - Leistungen, Defizite & Perspektiven“, die im März 2013 an der Universität Wien stattfand. Für die wissenschaftliche Koordination waren Evelyn Adunka, Primavera Driessen Gruber, Fritz Hausjell, Irene Nawrocka und Simon Usaty verantwortlich.
KARL SCHLÖGEL: DAS SOWJETISCHE JAHRHUNDERT - ARCHÄOLOGIE EINER UNTERGEGEGANEN WELT - «Das sowjetische Jahrhundert» ist auf 912 Seiten Karl Schlögels Summe seiner Erfahrungen mit der Sowjetunion. Im Vorwort schreibt der Autor «Historiker sind auch Zeitgenossen, und zuweilen kommen sie in die Lage, Augenzeugen von etwas zu werden, was in der Fachsprache dann «Zäsur», «historischer Augenblick», «Epochenende« heißt. So war es auch im Falle der Sowjetunion.