Thomas Medicus: Nach der Idylle – Reportage aus einem verunsicherten Land – Der Autor Thomas Medicus, schrieb u. a. für « Frankfurter Allgemeine Zeitung», «Tagesspiegel» und «Frankfurter Rundschau». Nun hat er eine Reportage über Deutschland geschrieben. Ein umfangreiches Unterfangen. Da sich durch Brexit, Trump in dem Land zwischen Ost- und Nordsee, zwischen Dänemark und den Alpen sehr viel verändert hat. Nichts mehr scheint stabil.
Michael Bonvalot: Die FPÖ – Partei der Reichen Am 15. Oktober 2017 finden in Österreich vorgezogene Nationalratswahlen statt. Temessl, Wirtschaftsfachmann der FPÖ, will weg von den Kollektivverträgen, die in Österreich die Mindestlöhne, das Urlaubs- und Weihnachtgeld sowie die Arbeitszeiten regeln. Bei der Vielzahl von Texten, Resolutionen und Aussagen von PFÖ Politikern, die Äußerungen von Heinz-CHr. Strache bestätigen, wie die FPÖ tatsächlich tickt.
György Dalos: Der letzte Zar – Der Untergang des Hauses Romanow – György Dalos Thema ist der Untergang der Dynastie der Romanow. In der Nacht vom 16. zum 17. Juli 1918 wurden Zar Nikolaus II und seine Frau Alexandra gemeinsam mit den Kindern von einem Kommando der Tscheka in Jekaterinburg ermordet. Dalos schreibt: «...lässt bis heute dem russischen Historischen Gedächtnis keine Ruhe. Auf der einen Seite suchte die sowjetische Publizistik, um die Untat zu rechtfertigen, ...»
Sahra Wagenknecht: Couragiert gegen den Strom – Über Goethe, die Macht und die Zukunft – Der vorliegende Band ist eine Gemeinschaftsarbeit von Sahra Wagenknecht und Florian Rötzer. Nach seinem Studium der Philosophie hat Rötzer als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik gearbeitet. Seit 1996 ist er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis und der Herausgeber der gleichnamigen Buch- und eBookreihe.
Ulla Hahn: Wir werden erwartet – Roman – Ein Zeitroman, der die Jahre nach 1968 wieder lebendig werden lässt. Etwa 20 Jahre arbeitete Ulla Hahn an ihrem großen, autobiografischen Epochenporträt. Nach „Das verborgene Wort“ (2001), „Aufbruch“ (2009) und „Spiel der Zeit“ (2014) ist „Wir werden erwartet“ der letzte Teil der Hilla-Palm-Saga. In ihrem letzten Band fragt die beherzte wie souveräne Erzählerin Ulla Hahn vor allem nach den Ursachen politischer Kämpfe in den 70er und 80er Jahren.
New Dokuments 1967 – Eine legendäre Photo-Ausstellung wird wieder entdeckt – Es war eine legendäre Photoausstellung von 3 Photografen, die damit ihren Weltruhm begründeten. Diane Arbus, Lee Friedlander und Garry Winogrand. Ihre Themen: Diane Arbus das Aufspüren von Außenseitern in den USA, bei Lee Friedlander ist es die «Social Landscape» und für Garry Winogrand ist es die «Street Photography». Das versäumte Kapitel der Photogeschichte der Ausstellung wird nun nachgereicht.
Karin Wetterau: 68 – Täterkinder und Rebellen – Familienroman einer Revolte – Im Vorwort schreibt die Autorin: «Der vorliegende „Familienroman“ erzählt die Geschichte einer Generation, die in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs das Dunkel der Welt erblickt, den Funken des Aufruhrs in die Städte der 60er Jahre trägt, sich in den gemäßigten Zonen des Glücks einrichtet und am Ende mit einer Welt konfrontiert ist, die in vieler Hinsicht düsterer ist als jene, die die Revolte verändern wollte.»
Timothy Snyder: Über Tyrannei – Zwanzig Lektionen für den Widerstand – Der Autor ist einer der schärfsten US-Kritiker der Tea-Party-Bewegung und der Regierung von Donald Trump. Das 19. Kapitel heißt «Sei patriotisch». Dazu schreibt Snyder: «Es ist nicht patriotisch, Beziehungen zu Muammar al-Gaddafi zu pflegen und zu behaupten, Baschar al-Assad und Wladimir Putin seien außergewöhnliche Staatsmänner. Es ist nicht patriotisch, den gleichen Berater zu haben wie russische Oligarchen.
Martin Zinggl: Lesereise Lissabon – In 10 kurzen Geschichten, vom «Fang mit dem Dessert an!» bis «Das schwarze Schaf», wird der Leser in das quirlige Leben in der portugiesischen Hauptstadt am Tejo eingeführt. Dazu gehört auch der Beitrag zum Bacalau. Luís lächelte zufrieden und lud mich zu einem privaten Bacalau-Kochworkshop in sein Heim. Einerseits um mir zu zeigen, wie Portugiesen diese rare Spezialität zubereiten, anderseits mir den Unterschied zwischen Stockfisch und Kabeljau zu erklären.
Barbara Sichtermann/Kai Sichtermanm: Das ist unser Haus – Eine Geschichte der Hausbesetzung – In Städten wie Hamburg, Berlin oder auch Frankfurt tobte um 1970 der Häuserkampf. Kai Sichtermann ist ein Gründungsmitglied der heute legendären Band «Ton Steine Scherben» und war auch mittendrin beim Kampf um preiswerten Wohnraum. Gemeinsam mit seiner Schwester Barbara Sichtermann haben sie ein Buch geschrieben und wichtigsten Protagonisten von damals noch einmal getroffen.
Günter Grass / Heinrich Detering: In letzter ZeitEin Gespräch im Herbst - Im Klappentext schreibt Heinrich Detering:«Die Idee war sehr einfach. Wir wollten ein langes Gespräch führen. Wir wollten ohne besondere Absichten und Themenvorgaben reden, geleitet lediglich von dem gemeinsamen Wunsch, der Reduktion des Dichters Grass auf die Figur eines politischen Kommentators entkommen – zu der er selbst mehr als gewollt beitragen hatte – und von seinem Werk zu sprechen.»
Gudula Walterskirchen: Die blinden Flecken der Geschichte – Österreich 1927 - 1938 – Noch werden in Beiträgen über die Republik Österreich in der Zwischenkriegszeit von der Mitte der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, den Februarkämpfen 1934 und bis zum Einmarsch von Hitler, der Österreich heim ins Reich – das Deutsche Reich – holte, wichtige Fakten ausgelassen. Die Ereignisse werden auch einseitig dargestellt. Die blinden Flecken der Geschichte von Österreich von 1927 bis 1938 gilt es ab- und aufzuarbeiten. internationalen Terrorismus.
Sebastian Lotzer: Begrabt mein Herz am Heinrichplatz – Das Buch ist eine Reise durch die ehemalige geteilte Stadt Berlin. Es geht nicht nur um die Bewegung, die Häuser besetzt. Es ist auch ein Berlin Buch in zwei Teilen. Der erste Teil erzählt ab Februar 1981 die Geschichte bis zum Juni 1989. Der zweite Teil beginnt im Oktober 1989 und endet mit einem Epilog im Dezember 2008. Es sind 45 Szenen, die eine Welt beschreiben, die untergegangen ist.
Omar El Akkad: AMERICAN WAR – Man schreibt das Jahr 2075 – die Karten der Vereinigten Staaten um dieses Jahr – sie zeigen Kanada, die Vereinigten Staaten von Amerika, das Quarantänegebiet South Carolina, Freie Süd-Staaten, ein Bezirk von Texas wo Kämpfe stattfinden, ein Mexikanisches Protektorat zur Abgrenzung von Mexiko. Amerika wie wir es noch kennen, das gibt es nicht mehr. Durch Klimawandel ist Florida durch das Ansteigen des Atlantiks versunken.
Jean Ziegler: DER SCHMALE GRAT DER HOFFNUNG Der Autor wurde am 19. April 1934 in Thun, Schweiz, geboren, ist Soziologe und Politiker, schreibt Sachbücher und Romane. Noch immer gilt der Schweizer als einer der bekanntesten Globalisierungskritiker. Über Jahre galt Jean Ziegler als der Nestbeschmutzer der Schweiz, da sein Heimatland mit ihrer wirtschaftlichen Kollaboration den Krieg verlängerte, selbst den Nazis, so Bürhle, Waffen lieferte.
Bernie Sanders: Unsere Revolution – Wir brauchen eine gerechte Gesellschaft – «In der führenden Nation des Westens spielen die Belange der Mittelschicht, der Geringverdiener, des Umweltschutzes und der Minderheiten eine empörend geringe Rolle. Der Sozialist Bernie Sanders kämpft weiter für eine politische Revolution: für eine Ökonomie, die nicht nur Jobs schafft, sondern auch für gerechte Löhne sorgt; Für den nachhaltigen Schutz unserer Umwelt – und gegen jede Form von Rassismus.
Bob Dylan – TARANTEL – «Ich habe das Buch geschrieben, weil da lauter Sachen drin sind, die ich unmöglich singen kann» bekennt Bob Dylan. Bob Dylan als Robert Allen Zimmermann am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota geboren, ist ein Musiker und Lyriker und gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Er steht in der Tradition der großen amerikanischen Songtradition und für seine poetischen Neuschöpfungen wurde erstmalig 2016 einem Musiker der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.
Victor Klemperer: Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen – Ein Leben in Briefen – Klemperer war ein deutscher Romanist und Politiker. Am 9. Oktober 1881 in Landsberg an der Warthe (heute Polen) geboren. Seine Sprachanalyse mit dem «LTI – Notizbuch eines Philologen der Sprache des Dritten Reiches: Lingua Tertii Imperii» trug ihm weltweite Anerkennung ein, war er doch einer der wenigen, der den Deutschen Faschismus überlebte.
Magnus Brechtken: Albert Speer – Eine deutsche Karriere – Die Speer-Biografie räumt endlich mit den Geschichten auf, dass der Mann nur ein Architekt ohne einen Bezug zur nationalsozialistischen Ideologie war. Passé ist es auch die Mär vom bürgerlichen Deutschen. Bereits im Sommer 1930 wurde er Mitglied im Nationalsozialistischen Automobilclub (NSAK). Ab 1. März 1931 wird Speer Mitglied der NSDAP und der SA, das zu einem Zeitpunkt, als eine Regierung von Hitler noch lange nicht in Sicht ist.
Bernd Haunfelder(Hg.): Die DDR aus Sicht schweizerischer Diplomaten – 1982-1990 Politische Berichte aus Ost-Berlin – Obwohl die neutrale Schweiz stets als ein «Verbündeter des Westen» gesehen wurde gab es in dem Heidi-Land bei den Sozialdemokraten große Sympathien für die Deutsche Demokratische Republik. Was die Schweizer störte, war das arrogante und laute auftreten der Bundesbürger.
Mark Jones: Am Anfang war Gewalt - Die deutsche Revolution 1918/19 und der Beginn der Weimarer Republik – Das Buch erklärt wie und warum es zu diesen Exzessen kam, stellt auch Fragen zu Opfern und Tätern. Es geht auch um die SPD um ihr traditionelles Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit. Die Genossen ordnen stattdessen standrechtliche Erschießungen ohne einen vorangegangen Prozess an, verteidigen die Soldaten, die diese Taten begehen.
Michaela Haas: Crazy America - Eine Liebeserklärung an ein durchgeknalltes Land – In der Einleitung fragt sie: «Was ist bloß in Amerika los? Auf der ganzen Welt fragen sich die Menschen, wie es ein unberechenbarer Milliardär (Spitzname: Agent Orange) ohne politische Erfahrung schaffen konnte, zum mächtigsten Mann der Welt aufzusteigen. Wie kann es sein, dass ein Fernsehstar, der Behinderte verunglimpft, Veteranen beleidigt und Frauen als Schweine beschimpft, 62 Millionen Stimmen bekommt?
Buchtipp: Die Macht um acht – Der Faktor Tagesschau
Die Autoren U. Gellermann, F. Klinkhammer und V. Bräutigam beschreiben wie die Tagesschau als «Die Macht um acht» in die deutschen Wohnzimmer kommt. Die Nachrichtensendung der ARD informiert über die wichtigsten Ereignisse des Tages oder auch nicht, sieht sich als das «Flagschiff der ARD». Dabei gibt sich die TV-Nachrichtensendung als verlässlich, seriös und neutral. Aber stimmt das so?
Leon Mangasarian/Jan Techau: Führungsmacht Deutschland - Strategie ohne Angst und Anmaßung - Bettina Schausten schreibt zum Buchtitel: Der Westen, wie wir ihn kennen, erlebt einen historischen Umbruch. Das Buch löst ein, was sein starker erster Satz verspricht.“ Der Satz heißt: «In diesem Buch geht es darum, wie Deutschland außenpolitisch führen kann, ohne dass ihm selbst und anderen dabei Angst und Bange wird.» Aber genügt das so zu sagen wirklich?
Ursula Weidenfeld: Regierung ohne Volk - Warum unser politisches System nicht mehr funktioniert – Eine Streitschrift hat die Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld, im Jahr 2007 mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet, in ihrem Buch jetzt geschrieben. Für die Autorin wird die Kluft zwischen der Politik und der Bevölkerung immer größer. Und das ausgerechnet im Wahljahr 2017. Die Bürger haben derzeit ein großes Gefühl, sie werden nicht mehr gehört.
Diana Kinnert: Für die Zukunft seh´ ich schwarz - Plädoyer für einen modernen Konservatismus – Bei der Buchvorstellung in Berlin erklärte die 26-jährige Autorin wie das alles zusammenpasst. Was hierzulande in der Politik fehlt sind Personen mit Selbstironie und Individualismus. Beides besitzt Diana Kinnert. Auf Seite 200 schreibt sie: «Ich will, dass die CDU links wird, wenn links werden bedeutet, für Chancengleichheit, Bildungsoffensive, Familienförderung und Diversität einzustehen.»
Camilla Hirsch: Tagebuch aus Theresienstadt – Camilla Hirschs Leidengeschichte beginnt am 10. Juli 1942. Da musste sie auf Anordnung der Behörden die Wohnung in Wien verlassen. Wird nach Theresienstadt deportiert. Hier beginnt sie sofort mit ihrem Tagebuch. Zum besseren Verständnis wurde dem Band ein Beitrag der Historikerin Margalit Shlain «Österreichs Judentum – Das letzte Kapitel (1938-1945)» und von Anita Tarsi der Aufsatz «Überleben in Theresienstadt» angefügt.
Peter Wensierski: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution - Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte.Der Spiegelautor Peter Wensierski hat ein dokumentarisches Buch über die Revolution in der DDR vom Frühjahr 1988 bis 1990 geschrieben. Eingeflossen sind auch die sogenannten „Wilden Jahre der Anarchie“, als die staatliche Ordnung vom Dezember 1989 bis zum 3. Oktober 1990 zerbrach
Christian Bommarius: Der Fürstentrust – Der Autor Christian Bommarius hat den vergessenen Finanzskandal aus den letzten Tagen des Kaiserreichs wieder ans Licht geholt. Die Katastrophe blieb aus, - jedoch nur weil der Kaiser der Deutschen Bank befahl, zur Rettung seiner Jagdfreunde zu schreiten. Der Skandal wurde von den Beteiligten entschlossen unter den Teppich gekehrt, wo er immer noch liegt: Nachforschungen in den fürstlichen Archiven zu diesem Thema sind bis heute tabu.»
Butz Peters: 1977 – RAF gegen Bundesrepublik – Im Vorwort schreibt der Autor: «Die Geschichte, die ich zu erzählen habe, ist nicht die Geschichte von vor vierzig Jahren, sondern eine Geschichte von vierzig Jahren: Erst im Laufe dieser Zeit stellt sich heraus, was 1977 tatsächlich passierte. Die juristische Aufarbeitung des komplexen Tatgeschehens beschäftigt seit vier Jahrzehnten die Justiz. Zwischen 2012 und 2016 liefen noch ein Dutzend Ermittlungs- und Gerichtsverfahren gegen die RAF.
Hans-Peter Schwarz: DIE NEUE VÖLKERWANDERUNG NACH EUROPA – ÜBER DEN VERLUST POLITISCHER KONTROLLE UND MORALISCHER GEWISSHEITE – Der Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz hat ein Buch zur Migrationskrise in Europa geschrieben. Seine Empfehlung verschärfte gesetzliche Regelungen gegen die „Völkerwanderung“. Der Autor ist seit Jahren einer der Weisen in der CDU. Für den Autor ist der Hauptfehler dabei das EU-Flüchtlingsrecht.
Habbo Knoch: GRANDHOTELS – Luxusräume und Gesellschafswandel in New York, London und Berlin um 1900 – Habbo Knoch schreibt über sein Buch GRANDHOTELS: «Grundlage dieses Buches ist meine 2008 an der Georg-August-Universität Göttingen vorgelegte Habilitationsschrift „Hotelgesellschaften. Sozialer Wandel und urbaner Raum in Berlin, London und New York 1850 – 1930. Bis heute vermitteln Grandhotels «round the world» noch immer ein elitäres Gefühl.