Christine Wunnicke: Nagasaki, ca. 1642 – Novelle – In der Novelle »Nagasaki, ca. 1642« zeichnet sie einen Samurai nach und stellt die Frage, was macht ein berühmter Krieger in Friedenszeiten? Der Samurai Seki Keijiro langweilt sich im Kreis der Familie. Als er hört, dass vor Nagasaki ein Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie erwartet wird, erwacht er zu neuem Leben. Da gab es noch eine ungeklärte Episode in seinem Kriegserlebens.
Friedemann Bartu: Umbruch – Die Neue Zürcher Zeitung – Ein kritisches Porträt – Über die Schweizer Tageszeitung NZZ, sie erscheint seit 241 Jahren, ist »Umbruch« das Buch, das sich dem Weltblatt aus Zürich widmet. Jüngste Geschichte der Zeitung aus den Redaktionen und Verlag wird Faktenreich beschrieben, parallel dazu die Politik der Schweiz in diesen Jahren, auch die Verbindungen von Politik und Journalismus die zur NZZ bestanden und immer noch bestehen.
Hans Joachim Schädlich: Die Villa – In seiner letzten Arbeit »Die Villa« setzt sich Schädlich wieder systemkritisch, mit den Jahren von 1940 bis 1950 und dem Bürgertum auseinander. Eine Familiengeschichte aus dem Vogtland, wo Schädlich geboren ist. Die Villa, ein Bau noch vor 1900 errichtet, geräumig mit Salon, Herrenzimmer, Speisezimmer, Wintergarten, Küche und zahlreichen Schlafzimmern ist der Schauplatz der Geschichte einer Kleinstadt.
STEVEN LEVY: FACEBOOK – Weltmacht am Abgrund – Der unzensierte Blick auf den Tech-Giganten – Der IT-Journalist Steven Levy ist ein Kenner des Innenlebens von Facebook, hat einen aufrüttelnden und fulminanten Insider-Report über den Facebook-Konzern auf fast 700 Seiten geschrieben. Dafür hat er, so Levy, nach eigenen Angaben etwa 300 Menschen für sein Buch befragt. Es sind oder waren die Mitarbeiter des Facebook Konzerns.
Michael Wolffsohn im Gespräch: ANTISEMITISMUS HEUTE – Der Band - kurz & bündig Verlag Frankfurt a. M. und Basel - hat das Thema «Antisemitismus heute», und beginnt mit einem Gespräch zwischen Michael Wolffsohn und Susanne Schmugge, das das Schweizer Radio SRF 2 Kultur am 11. November 2019 sendete. In dem Band heißt es Seite 31: »Der Antisemitismus ist der stärkste Katalysator für ein jüdisches Gemeinschaftsgefühl seit Beginn des 19. Jahrhunderts«
Jean Ziegler: DIE SCHANDE EUROPAS – Von Flüchtlingen und Menschenrechten – Ziegler kritisierte in seinen Sachbüchern mehrfach die historische Rolle der Schweiz, wegen ihres Verhaltens in der Zeit des Nationalsozialismus, warf den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen jener Jahre vor, durch den Waren- und Kapitalverkehr mit dem Deutschen Reich über Geldwäsche und Handel mit Gold den Zweiten Weltkrieg verlängert zu haben.
Peter Handke: Das zweite Schwert – Eine Maigeschichte – In der Geschichte finden sich autobiografische Bezüge von Handke zu seiner Mutter, die 1972 Selbstmord beging. Mit dem Buch »Wunschloses Unglück« hat er seiner Mutter ein Denkmal gesetzt. Auch im neuen Buch hat Handke wieder seiner Mutter an der Stelle, wo vom «Andenken an meine heilige Mutter» die Rede ist, ihr ein weiteres Denkmal gesetzt.
Brendan Simms: Hitler - Eine globale Biographie – Bücher über Hitler gibt es genug. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das »1000 jährige Reich Hitlers«. Im Laufe der Jahre erschienen über 140 000 - in Worten einhundertvierzigtausend - dünne oder umfangreiche Publikationen über den Mann, der die Welt in den »Zweiten Weltkrieg« stürzte. Unter den zahlreichen bis heute veröffentlichen Hitler-Biografien befinden sich auch die von renommierten Historikern geschriebenen. Nun kommt eine abstruse Neue hinzu.
Christian Bommarius: DER GUTE DEUTSCHE - Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914 - Die kaiserliche deutsche Kolonialgeschichte ging nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ruhmlos zu Ende. Ein Kapitel in Kamerun war wohl eines der finsteren Taten der wilhelminischen Kolonialbeamten und Kaufleute aus Bremen und Hamburg, die nur im Sinn hatten, die Schätze des Landes auszubeuten, die Afrikaner zu unterjochen.
Christian Goeschel: MUSSOLINI UND HITLER - Der Autor Christian Goeschel ist Historiker und lehrt moderne europäische Geschichte in Manchester. In seinem Buch untersucht Goeschel die Beziehungen zwischen Mussolini und Hitler, liefert eine lesenswerte Analyse. Er schreibt: «Dieses Buch ist weder eine Biographie noch eine Studie zu den »parallelen Leben« der beiden Diktatoren, vielmehr untersucht es ihre Beziehungen, deren Darstellung und deren politische Gesamtbedeutung.
Günter Lucks / Harald Stutte: ZEHN TAGE IM JULI – Wie ich den Bombenkrieg auf Hamburg überlebte – Das Buch schildert eine Jugend im Nationalsozialismus: Günter Lucks wächst im Hamburger Stadtteil Hammerbrook auf, der bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 politisch von Kommunisten und Sozialdemokraten geprägt. Das änderte ab 1933 schlagartig. Vom 24. Juli bis 3. August 1943 vernichten die Alliierten mit vier Großangriffen zahlreiche Stadtteile der Hansestadt.
Maria Stefanopoulou: ATHOS DER FÖRSTER - Roman - Der Roman erzählt die Geschichte von Katayrta, nicht die Geschichte des griechischen Unabhängigkeitskrieges von 1821 bis 1829, sondern das Massaker der deutschen Wehrmacht an der Dorfbevölkerung. Während der deutschen Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg nahmen am 18, Oktober 1943 Partisanen der kommunistischen griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS 78 Soldaten der 117.Jägerdivison gefangen.
Ginette Kolinka: RÜCKKEHR NACH BIRKENAU – Wie ich überlebt habe – Die Autorin Ginette Kolinka wurde am 4. Februar 1925 in Paris mit dem Familiennamen Cherkasky geboren, überlebte das KZ Auschwitz-Birkenau, Bergen-Belsen und Theresienstadt. Die Französin ist eine Zeitzeugin des Holocaust. In ihrem Buch schreibt Ginette Kolinka: Den Schülern sage ich immer wieder: Daran ist der Hass schuld, der Hass im Reinzustand.
KARL SCHLÖGEL: DER DUFT DER IMPERIEN – CHANEL N° 5 UND ROTES MOSKAU - Seine Duftgeschichte ist ein Ritt durch Biografien, Lebenswelten, Gesellschaft und Politik im 20. Jahrhundert in Europa. Bei seinen Recherchen entdeckt Karl Schlögel, dass es Kasimir Malewitsch, der Gestalter des Schwarzen Quadrats war, der auch das Design des Flakons für das meistgekaufte Eau de Toilette der Sowjetunion »ROTES MOSKAU« entwarf.
Alexander Kluy: Alfred Adler – DIE VERMESSUNG DER MENSCHLICHEN PSYCHE – BIOGRAPHIE – Der Arzt und Psychotherapeut Alfred Adler wurde am 7. Februar 1870 in Rudolfsheim geboren, starb am 28.Mai 1937 in Aberdeen/ Schottland. Der in einer jüdischen Familie geborene Begründer der Individualpsychologie konvertierte im Jahr 1904 zum Protestantismus. Während des Studiums traf er Raissa Timofejewna Epstein, eine Russin, die auch in Wien studierte, sie heirateten 1897 in Moskau.
Miron Bialoszewski: Erinnerungen aus dem Warschauer Aufstand – In seinem Buch erzählt der Autor von eigenem Erlebten in den Tagen des Aufstandes, es ist auch keine Erzählung von Rache, Kampf und Heldentum. Seine Erzählung über die Tage vom 1. August bis zum 2. Oktober 1944 hat die Form eines Romans. Er schreibt: «Am Dienstag, den 1. August 1944 war es bedeckt, nass, es war nicht besonders warm. Am Nachmittag bin ich wohl hinaus auf die Chlodna gegangen.
GUNNAR DECKER: ERNST BARLACH – DER SCHWEBENDE - EINE BIOGAPHIE Gunnar Decker schildert dem Leser packend einen unbekannten Ernst Barlach und beleuchtet Barlachs persönliche Situation. Der Bildhauer und Schriftsteller ist ein menschenscheuer Einzelgänger, obwohl er in Güstrow lebt, hast er die Kleinstadt wie auch Berlin. Er führt um das Erziehungsrecht seines einzigen Sohn Klaus einen langwierigen Prozess, den er gewinnt.
Magret Greiner: „ICH WILL UNSTERBLICH WERDEN“ – FRIEDERIKE BEER-MONTI UND IHRE MALER – Die Autorin studierte Germanistik und Geschichte an den Universitäten Freibrug/Brsg. und München. Viele Jahre Unterrichtstätigkeit in den Fächern Deutsch, Geschichte, Theater und Ethik an deutschen Schulen, am Schmidt's Girls College in Jerusalem und an der Renmin Universität in Beijing. Der Roman über Friederike Beer-Monti ist ihr achter Roman über Frauen.
Mary Berg: Wann wird diese Hölle enden? – Das Mädchen, das das Warschauer Ghetto überlebte – In der Zeit vom 15. Oktober 1939 in Lodz, über das Warschauer Ghetto, dem Stadtgefängnis «Pawiak», der Internierung in Frankreich, bis zum Hafen vom Hafen in Lissabon und der Fahrt mit der mit «SS Gripsholm» nach New York führt Mary Berg Tagesbuch. Amerikanische Zeitung veröffentlich nach ihrer Ankunft in der USA aus dem Tagebuch, es sind die ersten Augenzeugenberichte über den Holocaust.
Peter-Michael Diestel: In der DDR war ich glücklich – Trotzdem kämpfe ich für die Einheit – In der DDR ist er glücklich gewesen, habe hier eine «fantastische Kindheit gehabt» so Diestel. Mit dem politischen System allerdings sei er nicht glücklich gewesen. Die Deutschen hätten gemeinsam den Zweiten Weltkrieg verloren, die Ostdeutschen seien dafür in ein stalinistisch-kommunistisches Gefängnis gegangen. Und aus diesem Gefängnis haben wir uns über eine friedliche Revolution befreit.
ALEXANDER OSANG: Die Leben der Elena Silber – «Die Leben der Elena Silber» ist Osang fünfter Roman, eine Familiengeschichte als Weltgeschichte im Kleinen. Der Roman beginnt im Jahre 1905 in der kleinen Stadt Gorbatow an der Oka, einem Nebenfluss der Wolga. Eine Horde aufgeputschter Kleinbürger erschlägt den Revolutionär Viktor Kasnow. Damit der Ehefrau und den Kindern Pawel und Jelena nicht ein gleiches passiert, flieht die Mutter mit ihren Kindern nach Nischni Nowgorod.
Klaus Vieweg: HEGEL – Der Philosoph der Freiheit – Biographie – Mit seiner neuen Hegel Biographie will Klaus Vieweg mit den falschen Hegel-Bildern aufräumen. Nicht von ungefähr hat er seiner Hegel-Biographie den Titel «Der Philosophie der Freiheit» gegeben. Das entspricht nicht dem Bild, das in den letzten Jahren vom berühmten Vertreter des deutschen Idealismus in der Öffentlichkeit entstand. Andere hätten Hegel gern zum «Vordenker des Totalitarismus» sagt Vieweg ist eine Fehldeutung.
JILL LEPORE: DIESE WAHRHEITEN – GESCHICHTE DER VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA – Die Autorin Jill Lepore wurde am 27. April 1966 in West Boylston, Worcester County, Massachusetts, geboren. Die amerikanische Historikerin lehrt an der Harvard University. Seit 2005 schreibt sie für das Magazin «The New Yorker» schreibt zur amerikanischen Geschichte. «These Thruths: A History oft the United States» (Diese Wahrheiten – Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika) ist ihr 10. Buch.
Richard C. Schneider: Alltag im Ausnahmezustand – Mein Blick auf Israel – In seinem Blick auf Israel schreibt Richard C. Schneider im Vorwort: Nach über zehn Jahren, die ich als Korrespondent und als Studioleiter der ARD in Tel Aviv verbrachte, waren meine knapp anderthalb Jahre in Rom, neben meiner Arbeit dort, auch eine Zeit der Reflexion über den Nahen Osten. Als Europäer so lange außerhalb des eigenen Kontinents zu leben, war gerade in diesen Zeiten eine interessante Erfahrung.
Marcus Andrew Hurttig / Alfred Weidinger: IMPRESSIONISMUS IN LEIPZIG – Liebermann, Slevogt, Corinth Ausstellung bis zum 1. Juni 2020, Museum für bildende Künste Leipzig. Zur Ausstellung ist im Leipziger Verlag E.A. Seemann der gleichnamige Katalog zur Ausstellung erschienen, mit Abbildungen der Werke von Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth der Ausstellungen im Leipziger Kunstverein von 1903 bis 1911.
Theodor Fontane: Mehr als Weisheit aller Weisen, galt mir Reisen, Reisen, Reisen – Der Schriftsteller, Journalist und Kritiker Heinrich Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren und am 20. September 1898 in Berlin gestorben, gilt als ein bedeutender Vertreter des Realismus. Während seiner Lehrzeit 1836 als Apotheker in Berlin kam er mit dem Literaturbetrieb in der Stadt in Kontakt, veröffentlichte 1839 seine erste Novelle «Geschwisterliebe».
Javier Marías: Der Gefühlsmensch – Roman – In einem Nachwort schreibt der Autor: «Der Gefühlsmensch ist eine Liebesgeschichte, in der die Liebe weder sichtbar ist noch lebt, sondern angekündigt und erinnert wird. Ist dies möglich? Kann etwas wie die Liebe, die immer dringend und unaufschiebbar ist, die Gegenwart und Erfüllung oder unmittelbare Zerstörung erfordert, angekündigt werden, bevor sie überhaupt existiert, oder wirklich erinnert werden, wenn sie nicht mehr existiert?
Annette Dittert: LONDON CALLING – Als Deutsche auf der Brexit-Insel – Annette Dittert schreibt in «LONDON CALLING»: «Ich bin noch immer hier. Auf Emilia, meinem kleinen Kanalboot, mitten in London. Noch immer hier zu Hause und verwurzelt, so gut das auf einem schwimmenden Domizil eben geht. Wenn auch mit zunehmend schwerem Herzen. Hope dies last, diesen Spruch gibt es nicht nur auf Deutsch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Steffen Kopetzky: Propaganda – Roman – John Glueck, Kopetzkys Held, kämpfte als US-Soldat im des zweiten Weltkriegs 1944 im Hürtgenwald in der Eifel. Kurz zuvor war er Student in New York, mit großer Liebe zur deutschen Kultur, dem Land seiner Vorfahren. Als Offizier einer Propagandaabteilung der US Army trifft Glueck in Frankreich auf sein Idol Ernest Hemingway. Der Kampf um den Hürtengwald nahe Aachen wird im Oktober 1944 zur «Allerseelenschlacht» mit über 15000 Toten.
Martin Walser: Mädchenleben oder Die Heiligsprechung – Legende – Im März 2020 feiert der Martin Walser seinen 93. Geburtstag. So beginnt seine Legende: «Ein Mädchen ist verschwunden. Ich spüre, dass man mich verdächtigt, deshalb bin auch ich verschwunden und schreibe jetzt, was ich weiß, um zu beweisen, dass nicht ich es war, der am Verschwinden des Mädchens schuld ist. Auf jeden Fall nicht mehr als jeder andere.»
SONJA M. SCHULTZ: HUNDESOHN ‒ Roman – Der Roman von Sonja M Schultz ist eine Hamburger-Hafen- und Kiezmilieu-Geschichte. Anders gesagt – es ist eine Geschichte über verkrachte Existenzen und Eigenbrötler. Der Protagonist heißt Hawk, der vor seinem gewalttätigen Vater, einem Eigentümer einer Hundezucht, flieht. Das ist für den Jungen aus der Provinz viel zu früh, auch der Weg in die große Stadt Hamburg. Hawk findet erst einmal Unterschlupf und auch Arbeit im Hafen.
EUGEN RUGE: METROPOL ‒ Roman – Der Roman konzentriert sich auf die Romanfiguren Charlotte und Wilhelm während der Jahre 1936 bis 1938 und ihre Tätigkeit für die sowjetische Agentenorganisation OMS. So nannte sich der Nachrichtendienst der Komintern, der weltweit zur Unterstützung der revolutionären Bewegungen und Parteien tätig war. Der OMS stellte nicht nur Pässe her, er lieferte Waffen und Geld, gab die Anweisungen der Komintern weiter.
Sebastião Salgado: MEIN LAND, UNSERE ERDE ‒ Autobigrafie – In ihrem Essay schreibt Isabelle Francq: «Eine Fotografie von Sebastião Salgado zu betrachten heißt, die Würde eines Menschen zu spüren. Es heißt begreifen, was es bedeutet, eine Frau zu sein, ein Mann, ein Kind. Sebastiãos Arbeiten bewegen mich schon lange: Mir gefällt die barocke Ästhetik seiner Bilder, das außergewöhnliche Licht, die Kraft, die von ihnen ausgeht, die Zärtlichkeit, die sie ausstrahlen und die das Beste in mir wachruft.»
Antje Vollmer / Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf ‒ Chronist im Jahrhundert der Extreme
Die Autoren Antje Vollmer (West) und Hans-Eckardt Wenzel (Ost). Unprätentiös mit dem «Epilog als Prolog», August 1991. Moskau. Zitat: «Der Moskauer Putsch vom Sommer 1991 war ein Versuch, diesen Auflösungsprozess zu stoppen. Er misslang und es misslang auch der Versuch Gorbatschows, die sowjetische Gesellschaft zu reformieren. Die Sowjetunion zerfiel.»
Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmidt: ‒ Die Schweizer KZ-Häftlinge ‒ Vergessene Opfer des Dritten Reichs – Ich kannte bis Dato nur einen Schweizer Bürger, der von den Nazis ins Konzentrationslager verbracht wurde: der Fotograf, Schauspieler und Filmregisseur Bernhard Wicki. Als Wicki am 5. Januar 2000 in München starb, erinnerte «Der Spiegel» in seinem Nachruf nicht daran, dass er 1939 für mehrere Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war.
Peter Hoeres: ZEITUNG FÜR DEUTSCHALND ‒ Die Geschichte der FAZ – Die Frankfurter Allgemeine Zeitung prägt seit 70 Jahren parteilich die großen politischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland aus Sicht des Kapitals. Wenn es um das politische Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit geht, ist ihre Haltung nicht antifaschistisch. Keinen Streit gibt es im Blatt aus Frankfurt am Main um die Westbindung der Bundesrepublik, dafür muss über Russland wie auch China aufgeklärt werden.
Ulrike Hermann: DEUTSCHLAND, EIN WIRTSCHAFTSMÄRCHEN – Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind – In der Einleitung schreibt die Autorin: «Die Bundesrepublik wird jetzt 70 Jahre alt, und schon ihr Anfang ist sagenumwoben: Nach dem Zweiten Weltkrieg soll Westdeutschland angeblich einzigartiges „Wirtschaftswunder“ erlebt haben, das allein der Währungsreform zu verdanken sei. Wie in jedem Märchen gibt es auch einen Helden: Ludwig Erhard.
Raul Zelik: DIE LINKE IM BASKENLAND ‒ Eine Einführung – Der Band «Die Linke im Baskenland» ist Raul Zeliks jüngste Arbeit. Dazu schreibt er: «Viele Jahre wurde das Baskenland fast ausschließlich mit den Anschlägen der ETA in Verbindung gebracht. Die Bilder der Autobomben machten die Ursachen des Konflikts und Ziele der Unabhängigkeitsbewegung weitgehend unsichtbar.» Spanische und europäische Medien zeichneten das Bild eines ethnischen, gegen demokratische Grundrechte gerichteten Terrors.
Ilsa Barea-Kulcsar: TELEFÓNICA – Roman – Der Roman Telefónica überrascht, da er auch die politischen Differenzen zeigt, die bei den Verteidigern der 2. Spanischen Republik vorhanden sind. Als deutsche Journalistin und emanzipierte Frau mit einem politischen Weitblick, bringt sich die Autorin als Anita Adam im Roman ein. Auch sie will die Republik gegen den Franco-Putsch verteidigen. Hier muss sie vermitteln zwischen den Wünschen der internationalen Presse und der militärischen Geheimhaltung.
MARE-Bildband: Normandie fotografiert von Nicole Strasser – Jahr für Jahr erscheint im MARE-Verlag ein neuer Bildband. Nach Cornwall jetzt die über die französische Region Normandie. Hier leben rund 4 Millionen Menschen in den Départements Calvados, Eure, Manche, Orne und Seine-Martime. In seinem Vorwort Nikolaus Gelpke: Paris, die schönste Stadt der Welt, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Mittelpunkt der Welt für Künstler und Freigeister.
Lorenz Gallmetzer: Von Mussolini zu Salvini – Italien als Vorreiter des modernen Nationalpopulismus – Im September 2019 erschien sein Buch zu Italien mit dem Titel: «Von Mussolini zu Salvini» wo Gallmetzer zu Beginn die Frage stellt: «Was braut sich da zusammen?» Er schreibt: «Wenn von Regierungskrisen in Italien die Rede ist, dann schmunzeln Beobachter im restlichen Europa meist unbesorgt. Schließlich hat das Nachbarland in 70 Jahren auf fast ebenso viele Regierungen gebracht.
Antony Beever: Arnheim - Der Kampf um die Brücken über den Rhein 1944Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie am D-Day 6. Juni 1944 planten die Alliierten im niederländischen Arnheim einen Brückenkopf zu errichten, um von hier über den Rhein nach Deutschland vorzustoßen. Diese militärische Operation zwischen dem 17. und 27. September 1944 in den niederländischen Provinzen Noord-Brabant und Gelderland mit der Provinzhauptstadt Arnheim statt.