Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmidt: ‒ Die Schweizer KZ-Häftlinge ‒ Vergessene Opfer des Dritten Reichs – Ich kannte bis Dato nur einen Schweizer Bürger, der von den Nazis ins Konzentrationslager verbracht wurde: der Fotograf, Schauspieler und Filmregisseur Bernhard Wicki. Als Wicki am 5. Januar 2000 in München starb, erinnerte «Der Spiegel» in seinem Nachruf nicht daran, dass er 1939 für mehrere Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war.
Peter Hoeres: ZEITUNG FÜR DEUTSCHALND ‒ Die Geschichte der FAZ – Die Frankfurter Allgemeine Zeitung prägt seit 70 Jahren parteilich die großen politischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland aus Sicht des Kapitals. Wenn es um das politische Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit geht, ist ihre Haltung nicht antifaschistisch. Keinen Streit gibt es im Blatt aus Frankfurt am Main um die Westbindung der Bundesrepublik, dafür muss über Russland wie auch China aufgeklärt werden.
Ulrike Hermann: DEUTSCHLAND, EIN WIRTSCHAFTSMÄRCHEN – Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind – In der Einleitung schreibt die Autorin: «Die Bundesrepublik wird jetzt 70 Jahre alt, und schon ihr Anfang ist sagenumwoben: Nach dem Zweiten Weltkrieg soll Westdeutschland angeblich einzigartiges „Wirtschaftswunder“ erlebt haben, das allein der Währungsreform zu verdanken sei. Wie in jedem Märchen gibt es auch einen Helden: Ludwig Erhard.
Raul Zelik: DIE LINKE IM BASKENLAND ‒ Eine Einführung – Der Band «Die Linke im Baskenland» ist Raul Zeliks jüngste Arbeit. Dazu schreibt er: «Viele Jahre wurde das Baskenland fast ausschließlich mit den Anschlägen der ETA in Verbindung gebracht. Die Bilder der Autobomben machten die Ursachen des Konflikts und Ziele der Unabhängigkeitsbewegung weitgehend unsichtbar.» Spanische und europäische Medien zeichneten das Bild eines ethnischen, gegen demokratische Grundrechte gerichteten Terrors.
Ilsa Barea-Kulcsar: TELEFÓNICA – Roman – Der Roman Telefónica überrascht, da er auch die politischen Differenzen zeigt, die bei den Verteidigern der 2. Spanischen Republik vorhanden sind. Als deutsche Journalistin und emanzipierte Frau mit einem politischen Weitblick, bringt sich die Autorin als Anita Adam im Roman ein. Auch sie will die Republik gegen den Franco-Putsch verteidigen. Hier muss sie vermitteln zwischen den Wünschen der internationalen Presse und der militärischen Geheimhaltung.
MARE-Bildband: Normandie fotografiert von Nicole Strasser – Jahr für Jahr erscheint im MARE-Verlag ein neuer Bildband. Nach Cornwall jetzt die über die französische Region Normandie. Hier leben rund 4 Millionen Menschen in den Départements Calvados, Eure, Manche, Orne und Seine-Martime. In seinem Vorwort Nikolaus Gelpke: Paris, die schönste Stadt der Welt, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Mittelpunkt der Welt für Künstler und Freigeister.
Lorenz Gallmetzer: Von Mussolini zu Salvini – Italien als Vorreiter des modernen Nationalpopulismus – Im September 2019 erschien sein Buch zu Italien mit dem Titel: «Von Mussolini zu Salvini» wo Gallmetzer zu Beginn die Frage stellt: «Was braut sich da zusammen?» Er schreibt: «Wenn von Regierungskrisen in Italien die Rede ist, dann schmunzeln Beobachter im restlichen Europa meist unbesorgt. Schließlich hat das Nachbarland in 70 Jahren auf fast ebenso viele Regierungen gebracht.
Antony Beever: Arnheim - Der Kampf um die Brücken über den Rhein 1944Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie am D-Day 6. Juni 1944 planten die Alliierten im niederländischen Arnheim einen Brückenkopf zu errichten, um von hier über den Rhein nach Deutschland vorzustoßen. Diese militärische Operation zwischen dem 17. und 27. September 1944 in den niederländischen Provinzen Noord-Brabant und Gelderland mit der Provinzhauptstadt Arnheim statt.
Detlef Stapf «Caspar David Friedrich» ist eine Biographie von seiner Geburt bis zum Tod am 7. Mai 1840 in Dresden. In 21 Kapitel blättert Detlef Stapf - dabei ist ihm jedes Detail Wert zum mitteilen - das Leben von Caspar David Friedrich, des wohl bedeutendster Künstler der romantischen Malerei auf. Mit seinen Arbeiten leistet Caspar David Friedrich einen originären Beitrag zur modernen Kunst. Hilfreich wäre bei dieser umfangreichen Biographie eine Zeittafel, dafür sind im Band 94 farbige Abbildungen.
Cesare Pavese: Der Genosse - Roman – Cesare Paveses Roman «Der Genosse» (Il compagno) gehört zu den Klassikern der italienischen Moderne die die Nachkriegsliteratur des Landes prägten. Cesare Paveses «Der Genosse» ist ein politischer Roman, der zeigt, wie Menschen politisiert werden, das auch vermittelt.
Empfehlenswert.
Christiane Neudecker: Der Gott der Stadt – Nun liegt ihr neuer Roman «Der Gott der Stadt» vor. Auf dem Klappentext lässt der Verlag schreiben: »Am Anfang steht der Tod. Jemand versinkt zwischen geborstenen Eisschollen im Wannsee und eine Leiche baumelt von der Decke eines Theaters. Die Todesfälle liegen Jahrzehnte auseinander, doch es ist der gleiche Todestag: der 16. Januar. 1912 ertrank Georg Heym beim Schlittschuhlaufen.
Pete Buttigieg: SHORTEST WAY HOME - Meine Vision für die Zukunft Amerikas – Der Autor ist der Gegenentwurf zur politischen Klasse in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Afghanistan-Veteran, seit 2012 Bürgermeister von South Bend hat viel bewegt, nie den Kontakt zur Basis verloren. Die New York Times erklärte sein Buch zum Bestseller. The Guardian schrieb «Die beste amerikanische politische Autobiografie seit Barack Obamas Buch: „Der Traum von meinem Vater“.»
Ottmar Ette (Hg.): Alexander von HumboldtHandbuch – Leben - Werk - Wirkung – Der umfangreiche Band, er wendet sich nicht nur an Wissenschaftler, gliedert sich in 7 ausführliche Kapitel, von «Einführung» bis zu «Wirkungen». Im Band ist eine ausführliche Zeittafel zu Alexander von Humboldt aufgeführt dazu 52 zum Teil farbige Abbildungen, ebenso umfangreich die Quellenangebe der Texte.
Bruno Kern: Das Märchen vom Grünen Wachstum – In seinem Buch fordert Ökosozialist Bruno Kern mit aller Dringlichkeit einen Systemwechsel. Es ist eine große Illusion nach einem ewigen «Weiter so», plädiert für eine kulturelle Ökonomie. In seiner Streitschrift stellt er den Kapitalismus mit seinen Verwertungszwängen, auch die heutige Industriegesellschaft in Frage. Nicht der Profit ist das Gebot der Stunde.
Benjamin Ziemann: Martin Niemöller – Ein Leben in Opposition – Nun liegt eine Biografie über den streitbaren Pfarrer Martin Niemöller, am 14. Januar 1882 geboren in Lippstadt, gestorben am 6. März 1984 in Wiesbaden, vor. Geschrieben wurde der Band vom Historiker Benjamin Ziemann, der mit einer Studie über ländliche Kriegserfahrungen in Bayern 1914 - 1923 promovierte. Seine Schwerpunkte sind die Friedensforschung, Militärgeschichte und Theorie der Geschichte.
Michael Brenner: Der lange Schatten der Revolution – Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 - 1923 – In München gab es seit 1918 die «Thule-Gesellschaft», ab 1919 das Freikorps von Franz Ritter von Epp und im Februar 1920 gründete sich die NSDAP. Das war die Vorahnung. München wurde später von den Nazis «Stadt der Bewegung» genannt, Thomas Mann nannte sie bereits 1923 die «Stadt Hitlers». Empfehlenswert besonders für Schüler.
Yves Buchheim: Buchheim – Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters - Unter der schwarz/türkis-blauen Regierung hat sich Österreich auf EU-Ebene als migrationspolitischer Hardliner positioniert und zum einen eine deutliche Abkehr von der traditionellen Orientierung an den westeuropäischen Nachbarn, zum anderen eine Annäherung an die Positionen Visegrád-Staaten vollzogen.»
Emmerich Tálos (Hg.): DIE SCHWARZ-BLAUE WENDE IN ÖSTERREICH - EINE BILANZ - Mit seinem Video am 18. Mai 2019 hat der Youtuber Rezo eine Lawine losgelöst. Seit 1.9.2019 18 Uhr ist eine 2te Lawine auf die Sozialdemokratie hinzugekommen; die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Und nach dem Rückzug von Andrea Nahles als Vorsitzende der SPD beginnt in den nächsten Wochen auf 23 Regionalkonferenzen die Suche nach der neuen Doppelspitze der Partei.
Matthias Krauß: Die große Freiheit ist es nicht geworden – Was sich für die Ostdeutschen seit der Wende verschlechtert hat – Es ist kein Gedankenspiel was Matthias Krauß in seinem Buch über die Wende und heute seinen Lesern anbietet. Erinnern wir uns - Niemandem werde es schlechter gehen hatte einmal Bundeskanzler Helmut Kohl den Ostdeutschen beim Eintritt in das vereinigte Deutschland versprochen. Davon ist nichts im Ostteil der Bundesrepublik eingetroffen.
Pablo Rudich: Dazwischendasein – Jüdisches Leben zwischen Czernowitz, Wien und Montevideo - Es ist eine der zahlreichen jüdischen Familiengeschichten die durch Vertreibung, Flucht und Exil geprägt wurde. Das Ehepaar Serafine König und Wolf Rudich mussten zuerst aus der multikulturellen Stadt Czernowitz im August 1914 nach Wien fliehen. Mit dem Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich mussten wieder die Koffer gepackt werden, wurde das südamerikanische Montevideo zum Exil.
Cornelia Kogoj - Christian Kravagna: DAS AMERIKANISCHE MUSEUM - Sklaverei, Schwarze Geschichte und Kampf um Gerechtigkeit in Museen der Südstaaten - Die Wahl des US-Präsidenten Barack Obama im Amt vom 20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017, nährte in den Staaten die Illusion einer Gesellschaft ohne Rassismus. Aber es blieb die große Illusion. Mit dem Wechsel zum 45. US-Präsidenten Donald Trump ist eine US-Gesellschaft in weite Ferne gerückt.
Helmut Brandstätter: KURZ & NICKL – Die Koalition zwischen Österreichischer Volkspartei (ÖVP auch «türkis» bezeichnet) und der Freiheitlichen Partei Österreich (FPÖ – auch «blau» genannt) begann mit der Angelobung (in Österreich die feierliche Vereidigung) durch den Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen am 18. Dezember 2017. Bei den Parlamentswahlen am 15. Oktober 2017 war die ÖVP stärkste Partei geworden und die beschloss, mit der FPÖ in Koalitionsverhandlungen zu treten.
Georg Fransky Cabral: SEBASTIÃO – Eine Portugiesische Geschichte – Mit seinem Buch «SEBASTÃO» beschreibt Georg Fransky Cabral die portugiesische Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Über die Figur des König Sebastião erzählt er die Geschichte des Landes. Dom Sebastião I. wurde am 20. Januar 1554 als Sohn Johanna von Spanien und posthumer Sohn ihres Mannes Johann Manuel von Portugal geboren. Bereits drei Monate nach der Geburt von Sebastião verwitwete seine Mutter.
RUTGER BREGMAN: UTOPIEN FÜR REALISTEN – Der rororo-Band ist ein Weckruf wie auch ein Plädoyer für Veränderung in der Gesellschaft. Der Autor meint, die Zeit ist reif für eine 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen. Was ist heute? Die 35 oder 40 Stunden Woche wird derzeit von den Unternehmen ausgehebelt. Offene Grenzen zwischen der Bundesrepublik und Österreich, ebenso nach Dänemark gibt es nicht.
Mario Vargas Llosa: Der Ruf der Horde - Eine intellektuelle Autobiografie Seine Prosa ab 1959 sind mehr als 23 Arbeiten. Die jüngste Arbeit «Der Ruf der Horde» nennt Mario Vargas Llosa eine intellektuelle Autobiografie. Hier beschreibt der Autor seine geistige Entwicklung bis heute. Es geht auch um seine Distanz zum Kommunismus, seine Reise vor Jahren durch die Sowjetunion, die zu seinem Ende mit links wird.
Museum für bilden Künste Leipzig: Point of No Return – Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst – Die Novembergruppe war eine Künstlervereinigung, die sich am 3. Dezember 1918 in Berlin mit 170 Mitgliedern gründete. Den Namen gab der Gruppe die Novemberrevolution, die Monarchie für immer beendete. Mit dem simplen Untertitel «Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst» wird der Name des Staates DDR, in dem die bildende Kunst einmal entstand, immer wieder ausgeblendet.
Sebastian Beck und Hans Kratzer: Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern – An einer anderen Stelle zum Begriff «Zeitlang» ist es Hans Wimmer, der zitiert wird: «Der Bildhauer Hans Wimmer wurde als Dorfbub häufig zum Sauhüten delegiert. Die dabei erlebte Langweile hat er in seinen Erinnerungen bildhaft dargestellt: „Auf dem Rückend liegend, die Füße übereinandergeschlagen, einen Strohhalm in dem Mund, so ergaben wir uns der Faulenzerei.»
DAS ROTE WIEN 1919-1934 – IDEEN – DEBATTEN – PRAXIS – Im MUSA – Museum auf Abruf – unweit des Wiener Rathauses wird bis zum 19. Januar 2020 die Ausstellung «DAS ROTE WIEN» bei freiem Eintritt gezeigt. Vom frühen Gärtnerglück der Siedlungsbewegung bis hin zu proletarischen Wohnpalästen, von Karl-Marx-Hof und dem Karl-Seitz-Hof, spannt sich ein mächtiger Bogen von sozialdemokratischer Geschichte in Wien in der Ausstellung.
Marion von Osten u. Grant Watson (Hg.) - bauhaus imaginista - Die globale Rezeption bis heute – Das Staatliche Bauhaus, heute nur Bauhaus genannt, wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption war es etwas völlig Neues. Das Bauhaus stellte eine Zusammenführung von Kunst und Handwerkwerk dar. Es war die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert. Es bestand von 1919 bis 1933.
John Banville: Sparziergänge durch Dublin – John Banvilles «Sparziergänge durch Dublin» ist eine Ode an die Hauptstadt der Republik Irland, ist auch der besondere Ort der Sehnsucht seiner Kindheit. Als Kind durfte er an seinem Geburtstag die exzentrische Lieblingstante in Dublin besuchen. Die Stadt wurde für ihn der Ort der Verheißungen. Nachdem er nach Dublin gezogen war, sah er die Stadt mit realistischen Augen, doch ihm blieb weiter die Faszination, die sie auf Heranwachsender ausübte.
Krimireihe bei Hoffman und Campe – Georges Joseph Christian Simenon, am 12. Februar 1903 in Liége/Belgien geboren, gestorben am 4. September 1989 in Lausanne/Schweiz hat 75 Kriminalromane um die Figur des Kommissars Maigret geschrieben. Simenon verfasste über 100 Romane, 150 Erzählungen, etwa 200 Groschenromane und mehr als 1000 Kurzgeschichten, die er unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte.
Christoph Hein / Elmar Faber: Ich habe einen Anschlag auf Sie vor. - Der Briefwechsel – Der Verleger Elmar Faber starb am 3. Dezember 2017 in seinem Haus in Leipzig. Nach Sichtung seines Nachlasses ist die Korrespondenz mit Christoph Hein der dauerhafteste Schriftwechsel mit einem Autor. Im Frühjahr 1983 übernahm Elmar Faber als Verleger den Aufbau-Verlag in Berlin auch Hein, der einer der Autoren war. So beginnt ihre beruflich wie persönliche Korrespondenz.
Vom 18. April bis 19. August 2018 zeigte das «Museum der bildenden Künste Leipzig» die Ausstellung:
ARNO RINK – ICH MALE!
Aus diesem Anlass veröffentliche das Museum unter dem Namen der Ausstellung eine Publikation, die der Verlag Hirmer, München, veröffentlichte. Auf 233 Seiten wird mit Bild und Text das Werk von Arno Rink eindrucksvoll und fassettenreich vorgestellt.
Anne Applebaum: ROTER HUNGER – Stalins Krieg gegen die Ukraine – Auch bei diesem Buch stützt sich Anne Applebaum bei ihrer politischen Analyse auf historische Betrachtungen. In ihrem Buch «Roter Hunger» geht es um die Revolution von 1917, der früheren Jahre der sozialistischen Ukraine, auch als Teilstaat der Sowjetunion. Außer Acht lässt die Autorin die deutsch/österreichische Intervention, auch die Auseinandersetzungen mit Polen.
Jewgeni Wodolaskin: LUFTGÄNGER – Roman – In der Form eines Ich-Erzählers wählt der Autor für seinen Roman die Tagebucheinträge in einem Notizbuch. Darüber erzählt Jewgeni Wodolaskin neunzig Jahre russischer, sowjetischer, jetzt wieder russischer Geschichte. Das Buch setzt voraus, das der Leser ein wenig von der Geschichte Russlands kennt. Der Autor Jewgeni Wodolaskin zählt seit einigen Jahren zu den bedeutendsten jüngeren Autoren des Landes.
Wolfgang Engler/Jana Hensel: WER WIR SIND – Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein – Mit dem Mauerfall am 9. November 1999 begann für die DDR-Bürger nicht die große Freiheit. Am 9. November verlas am Abend Günther Schabowski, verantwortlicher Sekretär fürs Informationswesen, im Internationalen Pressezentrum DDR eine die Welt bewegende Nachricht. O-Ton Schabowski: Privatreisen ins Ausland können beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.
Keith Lowe: FURCHT UND BEFREIUNG – Wie der Zweite Weltkrieg die Menschheit bis heute prägt – Im Vorwort schreibt Keith Lowe: Georgina wurde im Jahr 1927 in Wien geboren, zu einer Zeit, als die Stadt ihren Status als Mittelpunkt eines Großreichs verloren hatte und auf der Suche nach einer neuen Identität war. Als Hitler an der Spitze seiner Truppen im Jahr 1938 in Wien einzog, jubelten die Menschen in den Straßen der Hauptstadt des verschwundenen Habsburgerreichs.
Heike B. Görtemaker: Hitlers Hofstaat – Der innere Kreis im Dritten Reich und danach – In ihrem «Hitlers Hofstaat» blättert die Autorin die Geschichte der Nazi-Claqueure von Anfang, über die Machtübernahme, Zweiter Weltkrieg, der Konfrontation mit den Siegern – Sowjetunion, England, Frankreich und Vereinigten Staaten – bis zur Bundesrepublik von heute. Lesenswerte deutsche Geschichte auch vor dem Hintergrund der Partei «Alternative für Deutschland».
Andreas Lechner: HEIMATGOLD – Roman – In seinem Roman erlebt der Leser auf authentische Weise die vergessene Geschichte seines Großvaters, des Olympiasiegers von 1928 im Gewichtheben. Damit entwirft Lechner auch ein Bild über München und Oberbayern von 1900 bis in die 50er Jahre. Ein liebevoller Heimatroman. Während im Inntal die Industrialisierung einzieht, stemmt Straßberger mit Freunden Mehlsäcke. Lechners Großvater hat nur ein Ziel – er will stärkster Mann der Welt werden.
Cornelia Klauß / Ralf Schenk: Sie - Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme – Die Filmwissenschaftlerin und Dramaturgin Cornelia Klauß und der Filmwissenschaftler und Publizist Ralf Schenk hatten die Idee, eine Liste aller DEFA-Regisseurinnen zusammenzustellen. Die Autoren waren überrascht, wie viele Namen sie bei den Recherchen fanden. Daraus entwickelten sie als Herausgeber das Buch mit seinem schlichten Titel «Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme».
Bartholomäus Grill: Wir HerrenmenschenUnser rassistisches Erbe: Eine Reise in die deutsche Kolonialgeschichte – Bartholomäus Grill legt mit seinem neuen Buch somit nicht nur eine packende historische Reportage vor, sondern zugleich auch ein Debattenbuch von höchster Aktualität. Es soll auch zum Verständnis dafür beitragen, warum heute so viele Afrikaner ihren Kontinent verlassen wollen. Zugleich stellt Grill die Frage nach Deutschlands Verantwortung.
Wolfgang Meyer-Hentrich: WAHNSINN KREUZFAHRT – Gefahr für Natur und Mensch Erst seit Mai 2019 werden am Elbstrom im Hamburger Hafen die Abgase von den Kreuzfahrt- und Containerschiffen gemessen. Die Abgaswerte sind der Gesundheit nicht förderlich. Wolfgang Meyer-Hentrich hat eine kritische Bestandsaufnahme zum Thema Kreuzfahrten geschrieben. Der Irrsinn wird weitergehen. China plant Kreuzfahrtschiffe für zehntausend - in Ziffern 10.000 - Passagiere.