Andreas Nentwich: Change Ringing – Ein Londonjournal - Für sein Buch benutzt Nentwich das »Change Ringing« als Metapher für seinen Aufenthalt in London, und es ist auch der Titel seines Buches über der Stadt an der Themse. Im Vorwort heißt es: »Ein halbes Jahr London! Wie ein Schüler oder Student darf er in die Stadt, die ihm seit jeher Sehnsuchtsort ist.« Vom East End aus zieht es ihn an die Themse, in die Parks. - London sehen, London hören, Mensch im Freien sein.
Peter Suhrkamp: Über das Verhalten in der Gefahr – Essays – Der Suhrkamp Verlag feierte am 1. Juli 2020 70jährige bestehen. So erschien das Buch »Über das Verhalten in der Gefahr« mit Essays, Kritiken, Aufsätzen und Tagebucheintragungen von Peter Suhrkamp. Der Nachlass des Verlegers auf Papier soll rund 250000 Blatt umfassen. Daraus haben Herausgeber und Suhrkamp-Verleger Jonathan Landgrebe und der kürzlich erstorbene Suhrkamp- und Insel-Cheflektor Raimund Fellinger ausgewählt.
Eliot Weinberger: Neulich in Amerika - Eliot Weinberger demontiert brillant in seinem neuen Buch »Neulich in Amerika« die republikanischen Jahre von Georg W. Bush und von Donald Trump. Er ist einer der letzten Linken in den USA, der sagt, was ist, das auch kritisch. Mit der Redewendung »hörte ich« leitet er jede seiner Bemerkungen seiner Irak-Chronik ein. Zu erwähnen ist, das es sich nicht um einen empörten Leitartikel handelt, sondern eine Form mit Sprache wie in einer Collage umzugehen.
Hannes Bahrmann: Francos langer Schatten – Diktatur und Demokratie in Spanien – Für Spanien begann eine fast vierzigjährige Leidenszeit, die nicht mit Francos Tod am 20. November 1975 endete. Als seinen Nachfolger hatte der Diktator Juan Carlos bestimmt, der wurde bereits zwei Tage später zum König von Spanien proklamiert. Von den Spaniern wurde der neue König als »Ziehsohn Francos« wahrgenommen.
Tom Victor: ALLES TOP MIT JÜRGEN KLOPP – Taktiken für jede Lebenslage – Tom Victor schreibt: »Vor ein paar Jahren hätte wohl niemand Lebensweisheiten von einem berühmten Fußballtrainer ernst genommen. Fußballtrainer wurden für ihre Erfolge respektiert oder dafür geschätzt, was sie aus einem Verein herausgeholt haben. Niemand hätte sie sich zum Vorbild genommen oder sich in den großen Fragen des Lebens an ihnen orientiert. Zumindest war das immer so - bis Jürgen Klopp kam.«
Alexander Kluge: RUSSLAND-KONTAINER – Kluge setzt alles in dem Schema, wie Historiker Ursachen und Wirkungen zu einander in Beziehung, auch wenn es auf dem Kopf gestellt wird. Er montiert seine Texte wie einst seine Bilder in seinen Filmen zusammen. Das ist seine Spielform mit der Alexander Kluge heute seine Geschichten erzählt. Mit diesem Stil des Erzählens kann er sich immer neu erfinden. Dabei ist sein RUSSLAND-KONTAINER keine Erzählung, wo alles historisch richtig ist.
Gottfried August Bürger: Die wunderbaren Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen –
Die siebzehn Kapitel, von »Reise nach Russland und St. Petersburg« bis »Reise durch die Welt nebst anderen merkwürdigen Abenteuern« hat Thomas Müller, der an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig lehrt, mit 30 farbigen Bildern, auch den Schmuckschuber, phantasiereich illustriert.
John Dos Passos: USA Trilogie – Der 42. Breitengrad / 1919 / Das große Geld – Ob John Dos Passo ein Sozialist war, bleibt dahingestellt, auf jeden Fall trat er für Gerechtigkeit ein. Sein erster Roman One Man´s Initiation »1917« wird 1920 veröffentlicht, 1921 folgt der Anti-Kriegs-Roman »Three Soldiers« (erste Ausgabe in deutsch 1922 im Malik-Verlag Berlin-Halensee). John Dos Passos verfasste 42 Romane, schrieb daneben Gedichte, Essays und Theaterstücke, malte mehr als 400 Gemälde.
Robert Cohen: Abwendbarer Abstieg der Vereinigten Staaten unter Donald Trump – Das New Yorker Tagebuch – Am 8. November 2017 beginnt Robert Cohen sein New Yorker Tagebuch, Donald Trump ist gerade gewählt. Er schreibt: »In meinem Tagebuch ist die Wahlnacht ein schwarzes Loch.« Das auch an den folgenden Tagen und Wochen, bis zu dem Wahlergebnis Donald Trumps keine Bemerkungen wie Einträge. Cohen: »Der Wahlausgang hatte mir die Sprache verschlagen.«
Wolfram Schubert: ICH WILL ERINNERUNGEN – In dem Buch beschreibt Wolfram Schubert seine Geschichte. So heißt es in dem Band auch: »Ich will – wir alle haben diese beiden Worte gedacht, gesprochen und geschrieben. Nicht viele haben dieses Wollen auch umsetzen können. Wolfram Schubert, vor über 90 Jahren in einem Dorf im Fläming zur Welt gekommen, wollte lernen, hat das ländliche Leben genossen und mit seiner ruhig Kraft Krieg und Gefangenschaft überlebt.
Siegfried Unseld: Reiseberichte – Verlagserfahrungen aus 60 Jahren der hat Suhrkamp Verlag dem Band von Siegfried Unselds Reisebericht dem Titel dazu gesetzt. Zehn Tage, nach dem Siegfried Unseld am 1. April 1959 die Leitung des Suhrkamp Verlags übernommen hat, reiste er vom 10. bis 13. April nach Berlin/DDR zum Besuch des Brecht-Archivs, Frau Hauptmann, Frau Weigel, Frau Franck, Buchhandlung Schoeller und Herrn Schnurre.
KRIEG MACHT NATION - Wie das deutsche Kaiserreich entstand – Seit Jahren lautet der Leitspruch des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien »Kriege gehören ins Museum« dazu bekennt sich mit seiner neuen Ausstellung auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden. Die Ausstellung zum 150. Jahrestag des deutsch-französischen Krieges zeigt den kriegerischen Weg, der zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches unter der Führung Preußens führte.
Claudia Blank: REGIETHEATER - Eine deutsch-österreichische Geschichte – In der Einleitung schreibt die Autorin: »Regietheater ein Reizwort der deutschsprachigen Theatergeschichte. Es polarisiert seit über 100 Jahren die Menschen auf und hinter der Bühne, im Zuschauerraum wie in der Kritik. Die konservative Gruppe, die an Bewährtem festhalten will, führt die Werktreue im Munde, ein zentraler Begriff in der Diskussion darüber, was Regietheater darf und was nicht.
THOMAS MANN: »DEMOCRACY WILL WIN!« – Eine Ausstellung im Münchner Literaturhaus versucht das Demokratieverständnis von Thomas Mann näher zu bringen. Anders als sein älterer Bruder Heinrich Mann wurde Thomas Mann erst in seiner Immigration in die Vereinigten Staaten von Nordamerika politisch. Den Titel der Ausstellung »Democracy Will Win« sagte Thomas Mann bei seiner Ankunft im Hafen von New York am 21. Februar 1938 in das Mikrofon einer Wochenschaukamera.
Peter Veran: Plädoyer eines Märtyrers - Eine Groteske – Der austrofaschistische Diktator Engelbert Dollfuß war 1932 auf demokratischem Weg ins Bundeskanzleramt ins gelangt, nutzte eine Geschäftsordnungskrise bei der Nationalratssitzung am 4. März 1933 zu einem Staatsstreich. Nach Ausschaltung des Parlaments arbeitet Dolfuß diktatorisch mit Notverordnungen. Dem italienischen Faschisten Mussolini und der katholischen Kirche nahestehend, lehnte er Hitlers Nationalsozialismus ab.
Karl Lagerfeld - FOTOGRAFIE – Karl Lagerfeld sagte stets über sich, er habe drei Berufe: Modedesigner, Fotograf und Verleger. Die Fotografie war ihm besonders wichtig, da sie ihn auch beflügelte bei seinen Leidenschaften Mode und als Verleger. Er verfügte über Mittel und ein breites Netzwerk, so konnte er jedes Projekt umsetzen. Zu seinen Freunden zählten Modelle und Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen, die ihm halfen, die Ideen die ihm vorschwebten, ins Reale umzusetzen.
Jakob Saß: GEWALT, GIER UND GNADE – Der KZ-Kommandant Adolf Haas und sein Weg nach Wewelsburg und Bergen-Belsen – Auf Befehl des Lagerkommandanten Max Pauly wird am 24. April 1945 um 13 Uhr das Todesurteil vollstreckt. Das ist auch das letzte Mal das Adolf Haas gesehen wurde, seitdem gilt er als »verschollen«. Eine Täterbiografie des SS-Mann Adolf Haas, die sein Leben aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet ohne zu bewerten.
Klabund: DER LETZTE KAISER und BORGIA – Roman einer Familie – J Klabund schrieb: »Seien Sie der erste Fürst, der freiwillig auf seine fiktiven Rechte verzichtet!« - Klabunds »BORGIA – Roman einer Familie« ist ein historischer Roman. Der Autor kennt sich mit den häufig sehr komplizierten historischen Hintergründen in der italienischen Geschichte sehr gut aus. Die Borgias sind eine aus Aragonien stammende Adelsfamilie, die zwei Päpste stellten.
Aenne Biermann - Fotografin – Erste Aufnahmen von Aenne Biermann erscheinen ab 1927 in Magazinen, fotografischer Ratgeberliteratur und in Amateurzeitungen, illustriert wissenschaftliche Publikationen und literarische Arbeiten. Ihre umfangreichen Veröffentlichung zeigen, auch die Ausstellungen des Deutschen Werkbundes »Film und Foto« 1929, zeigen, dass sie in einem Spannungsverhältnis zwischen Amateur- und Avantgardefotografie steht.
Sylvia Remé: Dietrich Kittner – Porträt der Kabarettlegende – Über 50 Jahre hielt Dietrich Kittner mit seinen Kabarettprogrammen von »Die Freiheit eine Kasse«, »Wollt ihr den totalen Mief« bis »Bürger hört die Signale« als der »Rote Feuerwehrmann« den Bundesbürgern den Spiegel vors Gesicht. Mit seinen Kabarettprogramen reiste er auch in und durch die DDR, die Schweiz, Österreich, sowie Belgien, die CSSR, Finnland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg und Schweden.
Susanne Matthiessen: OZELOT und FRIESENNERZ – Roman einer Sylter Kindheit – Die Autorin Susanne Matthiessen, Jahrgang 1963, ist gebürtige Sylterin und Journalistin. Sie arbeitet für Radio, TV, Internet, für TV-Magazine von Dunja Hayali (ZDF), und Gabi Bauer (ARD). Seit 15 Jahren ist sie Dozentin in der privatwirtschaftlichen »Akademie für Publizistik« in Hamburg und schrieb 15 Jahre für die »Sylter Rundschau« Kolumnen. Zu Hause ist Susanne Matthiessen in Berlin wie in Westerland/Sylt.
MICHAEL KRASKE: DER RISS – Wie die Radikalisierung im Osten unser Zusammenleben zerstört – In Sachsen gehört der Alltagrassismus dazu, wird nicht bekämpft noch verfolgt. Für Kraske sind seit 1990 im von der CDU dauerregierten Sachsen die demokratischen Grundpfeiler ins Wanken geraten. Obwohl die Wende in der Deutschen Demokratischen Republik mit Christenhilfe in Leipzig 1989 den Anfang nahm, hat der Antifaschismus im Lande nicht zu einem ausgeglichenen Nebeneinander beigetragen.
Volker Ulrich: ACHT TAGE IM MAI – Die letzte Woche des Dritten ReichesDie letzten Tage des »Dritten Reichs« das mit der bedingungslosen Kapitulation in der Nacht vom 7. Mai 1945 im Hauptquartier der Engländer, Amerikaner und Franzosen, am 9. Mai um 0:16 in Berlin -Karlshorst am Sitz der Roten Armee durch Marschall Georgi Konstantinowitsch Schukow endete. Der Krieg von Hitler Deutschland war beendet.
Fang Fang: WUHAN DIARY – Tagebuch aus einer gesperrten Stadt ‒ Anfang 2020 stand »Wuhan Diary« im Internet, in der Form eines Tagebuches über die Ereignisse während der Quarantäne in der am härtesten von der COVID-19-Pandemie betroffenen Millionenmetropole Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei berichtet. Eintragungen auf ihrem Blog wurden zwar meist innerhalb von etwa einer Stunde durch die Zensur entfernt, trotzdem millionenfach in China und im Ausland gelesen.
Gérard Raulet: DAS BEFRISTETE DASEIN DER GEBILDETEN ‒ Benjamin und die französische Intelligenz – Der Autor Gérard Raulet, geboren am 9. August 1949 in Sceaux, Hauts-de-Seine, studierte an der Saint-Cloud École Normale Superiere, qualfierte sich 1973 als Deutschlehrer und 1981 als Doktor der Philosophie, später als Professor an der Sorbonne in Paris. Raulet arbeitete über die Philosophen Karl Marx und Max Scheler.
Albert Londres: AFRIKA IN KETTEN – REPORTAGEN AUS DEN KOLONIEN – Mit Beginn des Ersten Weltkriegs arbeitete Albert Londres als Kriegsberichterstatter, erster großer Artikel ist das Feuer in der Kathedrale von Reims am 19. September 1914. Sein Wunsch nach Versetzung in den Orient wurde von der Redaktion des »Le Matin« abgelehnt. Ab nun folgten Auslandsreportagen für andere Tageszeitungen, auch für die meistgelesene Tageszeitung in Frankreich »Le Petit Journal«.
Das Jahr 1990 freilegen ‒ Editiert von Jan Wenzel und einem Kollektiv – Der Band ein Kompendium des Jahres 1990, 2,5 Kilo schwer, 582 Seiten, durchgehend illustriert mit sw-Fotos. In der Tat, ein umfangreiches Buch. Ob nun die »Soziale Marktwirtschaft« des Ludwig Erhard - bei den Nazis Berater der annektierten Gebiete von Österreich, Polen und Lothringen – besser ist als der im Band genannte »autoritäre Staatssozialismus«, das man so nicht sagen kann.
Martin Beradt: BEIDE SEITEN EINER STRASSE – Ein Roman über ostdeutsches Leben in Berlin – In dem Roman »Beide Seiten einer Straße« nennt Martin Beradt keine Straße, wo sich das jüdische Leben, das er fesselnd in seinem Scheunenviertel beschreibt, abspielte. Trotzdem bekommt der Leser viele Informationen über die Juden aus Polen, Litauen und der Bukowina in den Schmelztiegel Berlin, die bereits vor der Jahrhundertwende einwanderten.
Matthias Heine: Das ABC der Menschheit – Eine Weltgeschichte des Alphabets – »Das ABC der Menschheit« von Matthias Heine ist eine Reise zu den Anfängen unseres Alphabets. Er beschreibt dabei auch die Geschichte sämtlicher Buchstabenschriften der Welt. Vor etwa 4000 Jahren vereinfachten Wanderarbeiter auf dem Sinai die Hieroglyphen der Ägypter zu reinen Lautwerten. Das war ein bahnbrechender Schritt, von hier reisten die Buchstaben in die Welt.
Hans Fallada: Der eiserne Gustav – Roman – Hans Fallada eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, am 21. Juli 1893 geboren in Greifswald, gestorben am 5. Februar 1947 in Berlin, veröffentlichte seinen ersten Roman »Der junge Geodeschal« 1920. Er benutzte bereits hier sein Pseudonym Hans Fallada. Dieser Name entstand in Anlehnung an zwei Märchen der Gebrüder Grimm. Hans bezieht sich auf »Hans im Glück«, Fallada auf das sprechende Pferd aus »Die Gänsemagd«.
Moderne Ikonografie – Fotografie Band 1 u. 2Im Vorwort Band 1 des Katalogs schreibt die Herausgeberin Dr. Annegret Laabs: »Das Bauhaus und seine Geschichte ist bis heute eine der wirkmächtigsten Legenden der Kunstrezeption des 20. Jahrhunderts, und die Fotografie ist das Bildmedium, das neben Architektur und Design in der Wahrnehmung der Betrachter eng mit dem Bauhaus verbunden ist, obwohl ein Beitrag des Bauhauses zur Geschichte der Fotografie nicht existiert.«
Christine Wunnicke: Nagasaki, ca. 1642 – Novelle – In der Novelle »Nagasaki, ca. 1642« zeichnet sie einen Samurai nach und stellt die Frage, was macht ein berühmter Krieger in Friedenszeiten? Der Samurai Seki Keijiro langweilt sich im Kreis der Familie. Als er hört, dass vor Nagasaki ein Schiff der Niederländischen Ostindien-Kompanie erwartet wird, erwacht er zu neuem Leben. Da gab es noch eine ungeklärte Episode in seinem Kriegserlebens.
Friedemann Bartu: Umbruch – Die Neue Zürcher Zeitung – Ein kritisches Porträt – Über die Schweizer Tageszeitung NZZ, sie erscheint seit 241 Jahren, ist »Umbruch« das Buch, das sich dem Weltblatt aus Zürich widmet. Jüngste Geschichte der Zeitung aus den Redaktionen und Verlag wird Faktenreich beschrieben, parallel dazu die Politik der Schweiz in diesen Jahren, auch die Verbindungen von Politik und Journalismus die zur NZZ bestanden und immer noch bestehen.
Hans Joachim Schädlich: Die Villa – In seiner letzten Arbeit »Die Villa« setzt sich Schädlich wieder systemkritisch, mit den Jahren von 1940 bis 1950 und dem Bürgertum auseinander. Eine Familiengeschichte aus dem Vogtland, wo Schädlich geboren ist. Die Villa, ein Bau noch vor 1900 errichtet, geräumig mit Salon, Herrenzimmer, Speisezimmer, Wintergarten, Küche und zahlreichen Schlafzimmern ist der Schauplatz der Geschichte einer Kleinstadt.
STEVEN LEVY: FACEBOOK – Weltmacht am Abgrund – Der unzensierte Blick auf den Tech-Giganten – Der IT-Journalist Steven Levy ist ein Kenner des Innenlebens von Facebook, hat einen aufrüttelnden und fulminanten Insider-Report über den Facebook-Konzern auf fast 700 Seiten geschrieben. Dafür hat er, so Levy, nach eigenen Angaben etwa 300 Menschen für sein Buch befragt. Es sind oder waren die Mitarbeiter des Facebook Konzerns.
Michael Wolffsohn im Gespräch: ANTISEMITISMUS HEUTE – Der Band - kurz & bündig Verlag Frankfurt a. M. und Basel - hat das Thema «Antisemitismus heute», und beginnt mit einem Gespräch zwischen Michael Wolffsohn und Susanne Schmugge, das das Schweizer Radio SRF 2 Kultur am 11. November 2019 sendete. In dem Band heißt es Seite 31: »Der Antisemitismus ist der stärkste Katalysator für ein jüdisches Gemeinschaftsgefühl seit Beginn des 19. Jahrhunderts«
Jean Ziegler: DIE SCHANDE EUROPAS – Von Flüchtlingen und Menschenrechten – Ziegler kritisierte in seinen Sachbüchern mehrfach die historische Rolle der Schweiz, wegen ihres Verhaltens in der Zeit des Nationalsozialismus, warf den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen jener Jahre vor, durch den Waren- und Kapitalverkehr mit dem Deutschen Reich über Geldwäsche und Handel mit Gold den Zweiten Weltkrieg verlängert zu haben.
Peter Handke: Das zweite Schwert – Eine Maigeschichte – In der Geschichte finden sich autobiografische Bezüge von Handke zu seiner Mutter, die 1972 Selbstmord beging. Mit dem Buch »Wunschloses Unglück« hat er seiner Mutter ein Denkmal gesetzt. Auch im neuen Buch hat Handke wieder seiner Mutter an der Stelle, wo vom «Andenken an meine heilige Mutter» die Rede ist, ihr ein weiteres Denkmal gesetzt.
Brendan Simms: Hitler - Eine globale Biographie – Bücher über Hitler gibt es genug. Am 8. Mai 1945 kapitulierte das »1000 jährige Reich Hitlers«. Im Laufe der Jahre erschienen über 140 000 - in Worten einhundertvierzigtausend - dünne oder umfangreiche Publikationen über den Mann, der die Welt in den »Zweiten Weltkrieg« stürzte. Unter den zahlreichen bis heute veröffentlichen Hitler-Biografien befinden sich auch die von renommierten Historikern geschriebenen. Nun kommt eine abstruse Neue hinzu.
Christian Bommarius: DER GUTE DEUTSCHE - Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914 - Die kaiserliche deutsche Kolonialgeschichte ging nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ruhmlos zu Ende. Ein Kapitel in Kamerun war wohl eines der finsteren Taten der wilhelminischen Kolonialbeamten und Kaufleute aus Bremen und Hamburg, die nur im Sinn hatten, die Schätze des Landes auszubeuten, die Afrikaner zu unterjochen.
Christian Goeschel: MUSSOLINI UND HITLER - Der Autor Christian Goeschel ist Historiker und lehrt moderne europäische Geschichte in Manchester. In seinem Buch untersucht Goeschel die Beziehungen zwischen Mussolini und Hitler, liefert eine lesenswerte Analyse. Er schreibt: «Dieses Buch ist weder eine Biographie noch eine Studie zu den »parallelen Leben« der beiden Diktatoren, vielmehr untersucht es ihre Beziehungen, deren Darstellung und deren politische Gesamtbedeutung.
Günter Lucks / Harald Stutte: ZEHN TAGE IM JULI – Wie ich den Bombenkrieg auf Hamburg überlebte – Das Buch schildert eine Jugend im Nationalsozialismus: Günter Lucks wächst im Hamburger Stadtteil Hammerbrook auf, der bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 politisch von Kommunisten und Sozialdemokraten geprägt. Das änderte ab 1933 schlagartig. Vom 24. Juli bis 3. August 1943 vernichten die Alliierten mit vier Großangriffen zahlreiche Stadtteile der Hansestadt.