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08.06.2026
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MARC HINZMANN: LEBEN UND STERBEN LASSEN
Der letzte Tage der Bundeswehr in Afghanistan
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Seit die Bundeswehr wehrfähig werden soll, nehmen die militärischen Titel im Buchhandel zu. Soldaten, die im NATO-Bündnis einmal in Afghanistan waren, schreiben ein Buch über ihre Erlebnisse in dem Land. Nur die neuere Geschichte Afghanistans ist kompliziert. Am 17. Juli 1973 kam es in Abwesenheit des König s Mohammed Zahit Schah, der zu einem Kuraufenthalt in Italien war, zu einem Staatsstreich unter Führung seines Cousins Mohammed Daoud Khan. Die Republik Afghanistan rief Daoud Khan aus und wurde in Personalunion Staatspräsident, Regierungschef, Verteidigungs- und Außenminister. Diese Regierung entwickelte sich zur brutalen Diktatur, die sofort von der Khalq-Partei (Volkspartei) bekämpfte, die Saur-Revolution im April 1978 beförderte und in Demokratische Volksrepublik Afghanistan umbenannte. Unter den Anführern Nur Muhammed Taraki, Hafizullah Amin und Babrak Karmal wurde der Versuch gestartet, das unterentwickelte Land durch eine Bodenreform und weitere Maßnahmen zu einem modernen sozialistischen Staat zu entwickeln. Der Widerstand nahm zu. Abhängig wurde die Regierung von sowjetischer Hilfe. Als die konservativ-islamisch geprägten Kräfte gegen die Regierung zunahmen, ließ die damalige Regierung am 25. Dezember 1979 in Afghanistan einmarschieren und setzten Karmal als neuen Präsidenten ein. Gegen das Regime und gegen die sowjetischen Truppen führten islamische Gruppen einen mehrjährigen Krieg. Es gelang den Sowjets trotz waffentechnischer Überlegenheit nicht der Sieg, da die Mudschahedin die Guerillatechnik anwendeten. Im Februar 1989 zogen die sowjetischen Truppen ab. Bis 1992 konnte sich Präsident Mohammed Nadschibullãh halten, dann konnten Mudschahedin Kabul einnehmen.Es wurde durch Peschawar-Abkommen der Islamische Staat Afghanistan gegründet. Im Laufe des Jahres 1994 übernahmen die Taliban in verschiedenen Provinzen die Macht, erreichen bis März 1995 6 Provinzen und Kabul. Danach begann der afghanische Bürgerkrieg.
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Die Taliban setzen in ihren Gebieten die Interpretation des Islam durch, Frauen lebten im Hausarrest. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begannen die USA ab 7. Oktober mit der militärischen Operation Enduring Freedom, um das in Afghanistan herrschende Taliban System zu stürzen. Am 13. November 2001 fiel die Stadt Kabul. Nach der ersten Afghanistan-Konferenz in Bonn 2002 wurde Hamid Karzei als Präsident eingesetzt und eine internationale Schutztruppe ISAF-Kommando aufgestellt, an der sich auch die Bundesrepublik beteiligte.
Am 14. April 2021 kündigt der US-Präsident Joe Biden den Abzug aller US-Streitkräfte aus Afghanistan bis zum 11. September 2021 an. Bereits am 15. August 2021 nehmen die radikal-islamistischen Taliban Kabul ein und proklamieren das islamistische Emirat Afghanistan.
Hier beginnt das Buch von Marc Hinzman, als Oberleutnant der Feldjäger der Bundeswehr bei ihrer Mission Kabul. Es sind persönliche Erlebnisse, über die er berichtet. Das zeigt auch wie der Demokrat Biden aus dem Hut einen militärischen Rückzug durchführt. Ob die afghanische Apokalypse von 2021 in der Bundeswehr etwas bewirkt hat, versehe ich mit einem Fragezeichen.
khw
MARC HINZMANN: LEBEN UND STERBEN LASSEN
Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan
Econ im Ullstein Buchverlage, Berlin 2026
240 Seiten – 23,79 EUR
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