26.01.2026
Dominic Iten: DIE LINKE IN DER SCHWEIZ – Eine Einführung

Politisch ist die Schweiz ein Sonderfall, reich, stabil demokratisch. Aber stimmt das so? Die Geschichte der Linken zeigt etwas anderes und bringt den Sonderfall ans Licht.

In der Einleitung des Bandes heißt es: »Die Geschichte der Schweiz ist die Geschichte eines Kleinstaates, der sich wirtschaftlich wie außenpolitisch immer wieder günstig positioniere und dabei seine Linke relativ wirkungsvoll einhegte. Ihre Denkmäler errichtete die reiche Schweiz zu Ehren von Wirtschaftspionieren und Generälen des Bürgertums. In Vernier posiert Guillaume-Henri Dufour, ein Symbol der bürgerlichen Zentralgewalt. Über dem Zürcher Bahnhofsplatz thront Alfred Escher die Personifizierung des liberalen Aufstiegs und des Finanzkapitals. Und in Lausanne steht Henri Guisan, der mit Mussolinis faschistischem Regime sympathisierte, weil er darin ein Bollwerk gegen den Kommunismus sah. Und doch waren es Bauern, Handwerker und Kleingewerbler, die im Sonderbundskrieg gestorben sind, waren es Arbeiter aus dem nördlichen Italien, welche unter widrigsten Umständen den Gotthardtunnel gebaut haben – und doch waren es Soldaten und Arbeiterinnen, welche im Zweiten Weltkrieg die Stellung hielten. Hinter den angeblichen Schweizer Helden standen und starben Millionen Frauen, Männer und Kinder. Auf ihrer Arbeitskraft gründet der äußert erfolgreiche Schweitzer Kapitalismus.«

Die Parteienlandschaft der Schweiz wird stark vom Schweizer Föderalismus geprägt, ist somit heterogen. Es sind sechs Parteien, die im Bund, den Kantonen und auch in den Gemeinden die Regierungsverantwortung wahrnehmen. Dazu gehört die Schweizerische Volkspartei (SVP), die für den Nationalkonservatismus und den Rechtspopulismus eintritt. Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) befördert den demokratischen Sozialismus. Die FDP. Die Liberalen (FDP) steht für den Liberalismus. Die Partei Die Mitte (Mitte) ist die Partei des Zentrismus. Zwei Parteien stehen für eine Grüne Politik: Grüne Schweiz (Grüne) und die Grünliberale Partei (GLP) für einen grünen Liberalismus.

Weitere Parteien sind MCG (Mouvement citoyens genevois) ist eine konservative Protestpartei. Die Evangelische Volkspartei (EVP) steht für einen christlichen Sozialkonservatismus. Die Eidgenössisch Demokratische Union (EDU) ist eine Partei für den christlich-rechten Nationalkonservatismus. Die Lega dei Ticinesi steht für einen rechten Regionalismus. Die Partei der Arbeit (PdA) ist die Nachfolge Partei der zwischen 1939 und 1941 verbotenen Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS) die 1944 neu gegründet wurde. Die PdA sieht sich als solidarisch mit den sozial Schwachen und setzt sich für die Umverteilung und gegen die Privatisierung ein.

Das ist die Liste der Schweizer Parteien, hier muss sich die Linke ihren Platz finden damit es im Föderalismus der Schweiz zu Veränderungen kommt.
khw


Dominic Iten: DIE LINKE IN DER SCHWEIZ – Eine Einführung

Verlag mandelbaum kritik & utopie, Wien 2025
150 Seiten - englische Broschur -15,00 EUR