Während ihres Exils schreibt sie für skandinavische Zeitungen, auch für die dänischen Zeitungen »Berlingske Tidende« und dem »Social-Demokraten«. Sie übersetzt zahlreiche Romane aus dem Englischen, Dänischen und Schwedischen ins Deutsche schreibt den Großteil ihrer Arbeit für die Schublade. Trotz großer Bemühungen können ihre Romane auch nicht mehr in Österreich und Deutschland wie der Schweiz nicht mehr erscheinen, da seit 1930 die antisemitische Kulturpolitik den deutschsprachigen Raum infiltriert hat. Ab 1933 kam die Machtergreifung der Nazis in Deutschland hinzu. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ist sie in Dänemark nicht mehr sicher, mit ihrer Tochter emigriert sie nach Schweden und geht nach Stockholm, prägt hier die Exilantenszene entscheidend mit. Nach einer erfolglos therapierten Krankheit (Morbus Cushing), auch erbittert darüber, dass sich mit ihrer literarischen Arbeit sich kein Erfolg einstellt, scheidet sie am 30. März 1948 in Stockholm durch Suizid aus dem Leben.
Es sind 31 Kurzgeschichten, die ab dem Ende der 1930er Jahre teilweise bereits erschienen in Zeitungen erschienen, die in der Band Gedankenstrahlen versammelt. Es eröffnet einen neuen Blick auf das außergewöhnliche und meisterhafte Können von Maria Lazar in dem lesenswerten Band „Gedankenstrahlen“.
khw
Maria Lazar:
Gedankenstrahlen – Erzählungen & Short Storys
Ausgewählt aus dem Nachlass herausgeben mit einem Nachwort
von Albert C. Eibl
Verlag Das Vergessene Buch, Wien 2025
416 Seiten - 26,00 EUR