 |
|
|
|
Museum Folkwang in Essen
|
|
|
Museum Folkwang in Essen würdigt in einer Retrospektive die Arbeit von Marie-Claude Deffarge (1924–1984) und Gordian Troeller (1917–2003)
Stets parteilich berichteten Marie-Claude Deffarge und Gordian Troeller aus aller Welt. Sie Französin er aus Luxemburg stehen für einen engagierten, kritischen politischen beginnend in den 1950er Jahren Journalismus. Das Journalistenpaar erreicht mit ihren Berichten von Revolutionen und über Menschenrechten ein breit gefächertes Publikum. Bis heute ist ihre Arbeit beispielhaft für einen objektiven, parteilichen bis hin zur Kapitalismuskritik. Die Retrospektive „Deffarge & Troeller – Keine Bilder zum Träumen“ im Museum Folkwang in Essen gibt einen Einblick in das Foto und Filmarchiv der zwei Journalisten.
Im „stern“ noch nicht von den Hitler-Tagebüchern geschändet, erreichen sie mit über 100 Geschichten ein Millionenpublikum, das ebenso in ihren 80 Dokumentarfilmen, die wirklich Dokumentarfilme waren und keine abgefilmten Texte. Beide – Deffarge wie Troeller – waren ohne eine journalistische Ausbildung. Marie-Claude Deffarge jobbte vor ihrem Beginn als Journalistin in Amsterdam als Flamenco-Tänzerin. Da sah sie Troeller auf einer Bühne Tanzen bald gingen sie gemeinsam auf Reisen. Die Kamera immer dabei später war eine 16 mm Filmkamera dabei. Heute lagert das Dokumentarische Filmmaterial im Archiv CNA in Luxemburg. Um den Fotografischen Nachlass kümmert sich im Folkwang Museum in Essen Petra Steinhardt. Für sie ist das Fotoarchiv von Deffarge und Troeller ein lebendiger Geschichtsunterricht – zeigt, dass die Themen damals wie heute sehr ähnlich waren.
In einem Portrait aus dem Jahre 1995 erzählt der damals 78-jährige Gordian Troeller über seine Arbeit. Sie nennen ihn in manchen Gegenden den Mann mit den großen Augen da er stets die Filmkamera in der Hand hält. So kann er stets drehen, wenn etwas passiert. Nur das Zoomen mit einem Objektiv das mehrere Brennweiten – vom Weitwinkel bis zum Teleobjektiv – in sich vereinigt, ist schwierig.
Zu Beginn ihrer Arbeit als Journalisten konzentrierte sich das Reporterpaar auf Westasien, veröffentlichen ihr erstes Buch „Persien ohne Maske“. Besonders erfolgreich war die Themenreihe „Die Frauen der Welt“. Ab Mitte der 1960er Jahre begann ihre Reportagen auf Film die ab 1973 Radio Bremen im ARD-Programm sendete. Die Filmreihen „Im Namen des Fortschritts“, „Frauen der Welt“ und „Kinder der Welt“ wurden bis 1999 in der ARD zur Hauptsendezeit. Ihre Filme thematisierten die verheerenden Folgen europäischer Kolonialherrschaft und die patriarchalen Strukturen, Unterdrückung und Ausbeutung, von Klimawandel, Wirtschaftskrisen, Migrantenströmen bis wie heute politisch Einfluss ausgeübt wird. Heute gibt es weder in der ARD noch im ZDF Journalisten, welche die Arbeit von Deffarge und Troeller fortsetzen. Diese Themen für alle verständlich aufgearbeitet ist bei den Sendern nicht gefragt.
Mit dieser Ausstellung widmet das Museum Folkwang den 100 Geburtstag von Marie -Claude Deffarge um dem Journalisten Team, es ist die erste museale Retrospektive.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Museum Folkwang und des CNA, Luxemburg. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und das Gouvernement Du Grand-Duché de Luxembourg, Ministère de Culture.
Vom 15. November 2024 bis zum 23. Februar 2025. Vom 2. Mai bis zum 14. September 2026 wird die Ausstellung am Centre national de l'audiovisuel (CNA), Luxemburg, gezeigt.
Der 296-seitige Katalog zur Ausstellung im Verlag Scheidegger & Spiess kostet 48,00 EUR
khw |
|

Caracas, Venezuela 1961 - Aus der stern-Reportage Kennedy gegen Castro
|
|